Die Lebenshilfe Neubrandenburg wurde 1990 gegründet, um Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Familien eine Stimme zu geben. Heute ist sie ein zentraler Akteur in der regionalen sozialen Landschaft mit umfassenden Angeboten von der Frühförderung bis zum Wohnen.
Die Jubiläumsfeier ist Anlass, die engagierte Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen zu würdigen. „In 35 Jahren haben die Mitarbeitenden und unzählige ehrenamtliche Helfer Großartiges geleistet“, würdigt der Geschäftsführer des Paritätischen MV, Dieter Eichler, den Einsatz des gesamten Lebenshilfeteams, „ihr unermüdlicher Einsatz hat es vielen Menschen in der Region Neubrandenburg ermöglicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.“
Bei der Lebenshilfe Neubrandenburg werden Menschen mit Behinderungen nicht nur betreut, sondern in ihrer Individualität und Selbstbestimmung beraten, begleitet und gestärkt. „Mein Dank gilt dem engagierten Team aus Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Angehörigen und Unterstützern, die die Lebenshilfe und ihre Angebote zu diesem starken Netzwerk in der Region machen“, sagt Eichler.
Bei wachsenden sozialen Herausforderungen brauche es verlässliche Strukturen wie die der Lebenshilfe, die seit Jahrzehnten eine zentrale Anlaufstelle, und engagierter Fürsprecher für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien sei.
Gerade in Zeiten, in denen die Kosten des Sozialstaats kontrovers diskutiert werden, positioniert sich die Lebenshilfe Neubrandenburg klar: Soziale Arbeit ist eine unverzichtbare Investition in die Zukunft der Gesellschaft. „Oft werden die Ausgaben für soziale Einrichtungen als reine Kosten gesehen“, so Eichler, „dabei übersehen Kritiker, dass unsere Arbeit langfristig zu einer echten Entlastung des Systems führt. Wir ermöglichen Menschen, am Arbeitsleben teilzunehmen, Steuern zu zahlen und ein produktives Mitglied der Gesellschaft zu sein. Das ist ein volkswirtschaftlicher Mehrwert, der in den Debatten um den Sozialstaat viel zu kurz kommt.“ Die Lebenshilfe Neubrandenburg steht damit beispielhaft für eine soziale Infrastruktur, die nicht nur unterstützt, sondern auch befähigt.
„Ihre Arbeit verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch politische und finanzielle Rückendeckung“, fordert Eichler. „Als Dachverband setzen wir uns auf politischer Ebene für gute Rahmenbedingungen ein, die die wertvolle Arbeit unserer Mitgliedsorganisationen zum Wohle der von ihnen betreuten Menschen unterstützen.“
Die Politik müsse ihrer Verantwortung gerecht werden. „Wir wollen eine vielfältige, inklusive, solidarische und zukunftsfähige Gesellschaft ohne Barrieren. Dazu gehört, dass Menschen mit Behinderung mittendrin sein können und dafür die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.“
„Das Engagement der Lebenshilfe Neubrandenburg ist daher ein leuchtendes Beispiel für unsere Gesellschaft“, so Eichler weiter. „Der 12. September 2025 ist nicht nur ein Tag zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit, um Danke zu sagen. Danke an all die ehrenamtlichen Helfer, die hauptamtlichen Mitarbeiter und die vielen Mitglieder, die die Lebenshilfe Neubrandenburg mit Leben füllen.“