„Die vor fünf Jahren aus eigener Betroffenheit gegründete Elterninitiative hat sich zu einem wichtigen Anker für Familien in der Region und auch über Mecklenburg-Vorpommern hinaus entwickelt“, sagt Dieter Eichler, Geschäftsführer des Paritätischen MV. „Das kombinierte Entlastungs- und Pflegeangebot für schwerstkranke Säuglinge und Kleinkinder ist bundesweit einzigartig“. Speziell im Bereich der außerklinischen Intensivpflege, dem inklusiven Kurzzeitwohnen für Familien und der engen Anbindung an einen ambulanten Kinderhospizdienst schließe der Verein eine kritische Lücke in der regionalen Versorgungslandschaft.
„Der Alltag von Familien, die ein Kind mit hohem Unterstützungs- und Pflegebedarf begleiten, ist geprägt von medizinischen und pflegerischen Anforderungen, organisatorischen Belastungen und der ständigen Sorge um das eigene Kind“, sagt Eichler. Dem Team von Querleben rund um Geschäftsführerin Christiane Thederan gelinge es, schwerstkranken Kindern möglichst viel Lebensqualität und Geborgenheit zu geben und zugleich die gesamte Familie aufzufangen. „Familien in Krisen- und Abschiedsphasen zu begleiten, verlangt nicht nur hohe fachliche Kompetenz, sondern vor allem Menschlichkeit, Respekt und die Bereitschaft, Familien auch dann zur Seite zu stehen, wenn es keine einfachen Antworten gibt“, würdigt der Verbandschef die Arbeit des Vereins.
Neben der emotionalen Belastung werden Familien mit einem komplexen System aus unterschiedlichen Zuständigkeiten, Anträgen und Ansprechpartnern konfrontiert. Damit betroffene Eltern nicht jeden Weg selbst suchen und nicht jeden Anspruch allein erkämpfen zu müssen, hat Querleben ein neues Informationsportal initiiert: Das Kinderversorgungsnetz Mecklenburg-Vorpommern soll Familien einen Überblick über Unterstützungs-, Betreuungs- und Versorgungsangebote für Kinder und Jugendliche bieten, damit sie schneller die für ihre Situation passende Hilfe finden.
„Ein wertvolles Angebot, mit dem Querleben einen weiteren Beitrag zu mehr Teilhabe, Familienentlastung und einer bedarfsgerechten Versorgung von Kindern und ihren Angehörigen leistet“, so Eichler. Denn der Bedarf an Unterstützung für Kinder und ihre Familien sei groß und wachse weiter. Umso wichtiger seien verlässliche Rahmenbedingungen, unter denen der Verein diese unverzichtbare Unterstützung für Familien erbringen könne.
Querleben finanziert seine Arbeit zu einem großen Teil aus Spenden, da die Leistungen der Pflegekassen und Sozialämter den tatsächlichen Bedarf nicht ausreichend abdecken. „Bei der Reform der Pflege müssen die besonderen Bedürfnisse pflegebedürftiger Kinder und Jugendlicher stärker berücksichtigt werden“, fordert Eichler. „Kein Kind und keine Familie darf aufgrund ihres Wohnortes oder bestehender Finanzierungslücken bei der notwendigen Unterstützung benachteiligt werden. Dafür machen wir uns auf politischer Ebene stark.“
Der Paritätische MV sei dankbar, Querleben als engagierte Mitgliedsorganisation an seiner Seite zu wissen. „Wir danken allen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die sich mit so viel Herz, Fachlichkeit und Ausdauer für Kinder und Familien einsetzen.“
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