„Die meisten Menschen mit Demenz werden zu Hause betreut“, sagt Dieter Eichler, Geschäftsführer des Paritätischen MV. „Um die vielfältigen Herausforderungen, die eine Demenzerkrankung mit sich bringt, in den eigenen vier Wänden bewältigen zu können, brauchen Angehörige Zugang zu niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten“, fordert er. Der Zugang zu Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten dürfe nicht an finanziellen oder organisatorischen Hürden scheitern. „Wir müssen aufpassen, dass wir gute Ideen dieser Art nicht im Keim ersticken, weil es für die Anbieter keine Co-Finanzierungsmöglichkeiten gibt“, so Eichler. „Wir appellieren daher an die Politik, die Förderstrukturen zu überdenken und eine langfristige, solide Basis für diese wichtigen Unterstützungsangebote zu schaffen.“
Etwa 37.000 Menschen leben in Mecklenburg-Vorpommern derzeit mit einer Demenz, deutschlandweit sind es 1,8 Millionen, Tendenz steigend. Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern würdigt die wichtige Arbeit seiner Mitgliedsorganisation, der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern. „Mit ihren landesweiten Unterstützungsangeboten ist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ein lebensnotwendiger Anker für Betroffene und ihre Angehörigen.“ Eichler begrüßt ausdrücklich das Engagement auf Landesebene, beispielsweise in Form der Arbeitsgruppe beim „Pakt für Pflege“ und dem richtungsweisenden Projekt zur Erstellung eines Demenzplans für Mecklenburg-Vorpommern. „Diese Initiativen unterstreichen, wie wichtig eine landesweite, koordinierte Strategie für den Umgang mit Demenzerkrankungen ist.“
Rund um den Welt-Alzheimer-Tag finden landesweit zahlreiche Veranstaltungen statt, um durch Aufklärung und Sensibilisierung auf die Bedarfe und Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.
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