Grundlage sind die Daten der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik. Erstmals werden statistische Daten der gesamten Kinder- und Jugendhilfe zu Kennzahlen verdichtet. Diese ermöglichen einen schnellen und zuverlässigen Überblick über Entwicklungen in den zentralen Arbeitsfeldern und wichtigen Aufgabengebieten.
Das DJI fasst die Haupterkenntnisse wie folgt zusammen:
- die Kinder- und Jugendhilfe wird immer wichtiger; mehr öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen hat ihren Preis – Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe haben sich (seit 2006) verdoppelt
- trotz des massiven Ausbaus der Kindertagesbetreuung in den vergangenen Jahren fehlen weiterhin Plätze und Personal
- noch nie waren die Hilfen zur Erziehung zahlenmäßig größer und in ihren Angeboten ausdifferenzierter als heute – aber es mehren sich Anzeichen einer Trendwende (Anstieg durch verbesserten Kinderschutz und hohe Fallzahlen bei den unbegleitet eingereisten Kindern und Jugendlichen; Trendwende, weil viele der unbegleiteten Minderjährigen nun in die Volljährigkeit übergehen)
- Anstieg ambulanter Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit einer (drohenden) Behinderung sind eine Herausforderung für die Kooperationen mit Schulen
- offene Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sind eine knappe Ressource für junge Menschen
- der Bedeutungszuwachs des Kinderschutzes verändert die Jugendämter und ihre Sozialen Dienste
- die besonderen Herausforderungen der Zuwanderung der Jahre 2015 und 2016 für die Kinder- und Jugendhilfe