Der Paritätische würdigt Erwerbslosenparlament für Engagement und unterstützt seine Forderungen nach Perspektiven für Langzeitarbeitslose

Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern würdigt anlässlich der 21. Tagung des Erwerbslosenparlamentes des Landes Mecklenburg-Vorpommern heute in Schwerin das langjährige Engagement des Netzwerkes und unterstützt seine Forderungen an das Land, mehr Einsatz gegen Langzeitarbeitslosigkeit zu zeigen.

Die Tagung steht unter dem Motto „Für soziale Teilhabe – gemeinsam gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Armut“. „Das jetzige Hartz IV System scheint nicht zu funktionieren, denn trotz der extrem guten Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich Wilhelm Bluschke. „Wir brauchen ein Arbeitsmarktprogramm, das den Arbeitslosen individuell in den Blick nimmt, um ihn wieder in eine sinnvolle Beschäftigung zu bringen.“

Nach der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit liegt die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern mit 58.700 in einem Oktober das erste Mal seit der Wiedervereinigung unter 60.000. Davon sind 23.000 Menschen länger als zwei Jahre ohne Job und damit langzeitarbeitslos. 

„Wir dürfen niemanden zurücklassen und brauchen zeitnahe Lösungen für Langzeitarbeitslose und von Armut betroffene Menschen bei uns im Land“, so Bluschke. Soziale Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben gehöre zur Würde eines Menschen dazu. Neben auskömmlichen Regelbedarfen und einer sozialen Infrastruktur brauchen Menschen auch Teilhabe durch Arbeitsmöglichkeiten.  „Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sollte das Land gemeinsam mit den Jobcentern ein Konzept entwickeln, damit langzeitarbeitslose Menschen wieder einer Beschäftigung nachgehen und so entsprechende Wertschätzung erfahren können.“ Das Programm ‚Bürgerarbeit‘ der Landesregierung könne hierzu nachhaltig beitragen, wenn sich für die Betroffenen damit eine langfristige Arbeitsmarktperspektive verbinde. 

Der Erwerbslosenbeirat und mit ihm das seit 1998 jährlich stattfindende Erwerbslosenparlament Mecklenburg-Vorpommerns setzen sich seit Jahren für eine stärkere Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und der mit ihr verbundenen Ausgrenzung der Betroffenen ein.

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