Der Paritätische: Präventive Jugendarbeit ist bester Kinder- und Jugendschutz. Angebote müssen bedarfsgerecht finanziert werden.

Die Kinder – und Jugendhilfe in Mecklenburg-Vorpommern muss bedarfsgerecht, zukunftsfähig und qualitativ hochwertig aufgestellt werden. Das fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband bezugnehmend auf die heutige Anhörung im Sozialausschuss zur Förderung der Kinder- und Jugendhilfe in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Verband begrüßt die von der Landesregierung vorgesehene Steigerung der Zuschüsse für die Träger der Kinder- und Jugendarbeit um 250.000 Euro sowie eine dauerhafte jährliche Dynamisierung als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. „Präventive Jugendarbeit ist der beste Kinder- und Jugendschutz“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich Wilhelm Bluschke. „Um entsprechende Angebote wie zum Beispiel Jugendclubs und Schulsozialarbeit vorzuhalten, bedarf es einer auskömmlichen Finanzierung.“ 

Die Schulsozialarbeit sei neben der Jugendarbeit ein wichtiges sozialpädagogisches Instrument, um auf individuelle schulische und soziale Förderbedarfe von Kindern und Jugendlichen zu reagieren und sollte deswegen gesetzlich verankert werden, fordert der Verbandsvorsitzende. Das meint auch der Landesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes Mecklenburg-Vorpommern, Carsten Spies: „Schulsozialarbeit bietet vielfältige präventive Ansätze, beispielsweise zur Vermeidung von Gewalt und Ausgrenzung und spielt deshalb bei der Sicherstellung des Kindesschutzes in der Schule eine wichtige Rolle.“ Der Kinderschutzbund sowie der Paritätische als Dachverband unterstützen die Initiative der Bildungsministerin, für jede Schule ein Kinderschutzkonzept einzufordern. 

„Die gesamte Jugendarbeit muss in gesicherte Strukturen überführt werden“, fordert Bluschke. Das bedeute neben einer auskömmlichen Finanzierung der Angebote auch Verlässlichkeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Am Ende des Jahres in einer projektbezogene Beschäftigung nicht zu wissen, ob es den Job ab Januar noch gibt, ist verantwortungslos. Wir brauchen gute Arbeitsbedingungen und Perspektiven für unsere Leute im Land.“

Die Förderung der Jugendarbeit soll nach 22 Jahren erstmals erhöht worden. „Darauf dürfen wir uns nicht ausruhen“, meint Bluschke. „Denn jeder Cent, der in diesen Bereich finanziert wird, dient dem Schutz der Kinder und Jugendlichen.“ 

Der PARITÄTISCHE Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. sind mehr als 200 gemeinnützige Organisationen und Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Sie sind in der Kinder,- Jugend- Familien- und Altenhilfe, in der sozialen und psychosozialen Versorgung, in der Behindertenhilfe, der Migrantenhilfe, der Aids-Hilfe, der Drogen- und Suchthilfe, Betreuung und Beratung von Langzeitarbeitslosen, in der Gesundheitsförderung sowie Selbsthilfe und Frei-willigendienste tätig. In den Einrichtungen und Diensten arbeiten ca.17.600 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese werden von etwa 5.000 Ehrenamtlichen aktiv unterstützt.

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