„Die Diskrepanz zwischen dem Anspruch der UN-Kinderrechtskonvention und der Realität ist ein Armutszeugnis für ein reiches Land“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern e.V., Friedrich Wilhelm Bluschke anlässlich des 30. Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention. „Wir brauchen echte Entschlossenheit bei dem Thema, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen und die Belange und Interessen von Kindern und Jugendlichen ernsthaft zu verwirklichen“, fordert er. Auch wenn sich die Situation der Kinder in den vergangenen 30 Jahren an vielen Stellen verbessert habe, gebe es immer noch großen Handlungsbedarf. Ziel müsse es sein, die Belange der Kinder in alle politischen Ressorts einzubeziehen und in allen Bereichen der Gesellschaft stärker zu berücksichtigen.
„Kinder haben ein Recht auf Teilhabe und Beteiligung“, fordert der Verbandsvorsitzende. Neben nachhaltigen Investitionen in Bildung und Ausbildung, einen entschlossenen Kampf gegen Armut und Missbrauch jeder Art, Hunger und Umweltzerstörung gehe es auch um eine kinderfreundliche Gesellschaft. „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Mitbestimmung und sollten mehr gefragt und einbezogen werden“, meint Bluschke. Dafür müssten Kinder ihre Rechte kennen und dazu ermutigt werden, für sie einzutreten.
Immer noch haben Kinderrechte keinen verbindlichen Status. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sie brauchen zusätzliche Förder- und Schutzrechte. Die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz wäre ein starkes und notwendiges Signal.“
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