VDEK-Studie zu steigenden Eigenanteilen in der vollstationären Pflege

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat zur Jahresmitte bundesweit Daten zu Durchschnittskosten in der vollstationären Pflege erhoben. Dabei fordert er Entlastungen durch Übernahme von Investitionskosten in der Pflege durch die Länder.

Die Erhebung stellt differenziert Durchschnittskosten für alle Bundesländer dar und unterscheidet bei den Eigenanteilen zwischen Kosten die für Pflege/Pflegeausbildung, Unterkunft/Verpflegung und Investitionskosten entstehen. Außerdem wird jeweils die Kostenbelastung für Bewohnende dargestellt, die länger als ein Jahr in einem Pflegeheim gelebt haben und deren pflegebedingten Eigenanteile – je nach Verweildauer – um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Während des ersten Aufenthaltsjahres wurden im Bundesdurchschnitt Gesamtkosten von 3.108 Euro ermittelt, wobei allein die pflegebedingten Eigenanteile inklusive Ausbildungszuschlägen durchschnittlich 1.583 Euro betragen und somit die höchste Kostenanteil im Eigenanteil der Bewohnenden ausmacht. Für Mecklenburg Vorpommern liegen die Eigenanteile im ersten Aufenthaltsjahr bei durchschnittlich 2.752 Euro. Im Bundesvergleich weist Bremen nach der Studie mit 3.449 Euro die höchsten durchschnittlichen Eigenanteile während des ersten Jahres im Pflegeheim auf. Die geringsten Eigenanteile wurden mit 2.595 Euro für Sachsen-Anhalt ermittelt.

Hinsichtlich der Kosten für Investitionen und Ausbildungsumlagen sieht der vdek die Verantwortung zur Kostenentlastung bei den Bundesländern: „Die Länder entziehen sich hier seit Jahren der finanziellen Verantwortung. Allein durch die Übernahme der Investitionskosten könnten die Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner monatlich um bundesdurchschnittlich 507 Euro entlastet werden. Die Übernahme der Ausbildungskosten durch die Länder brächte eine weitere Entlastung um bis zu 114 Euro im ersten Aufenthaltsjahr“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des vdek.