Betrachtet wird u.a., ob andere Rahmenbedingungen, die auf gleichartige Pflege- und Betreuungsbedingungen unabhängig vom Wohnort ausgerichtet sind, für Entlastung und mehr Demographiefestigkeit sorgen können.
Die soziale Pflegeversicherung nach dem SGB XI, das Krankenversicherungsrecht nach dem SGB V sowie die Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII zergliedern die Langzeitpflege mit dem stationären, teilstationären und ambulanten Bereich in unterschiedliche Sektoren, die mit unterschiedlichen finanziellen und sächlichen Leistungsansprüchen Pflegebedürftiger und/oder kranker Menschen bzw. ihrer pflegenden Angehörigen und vergleichbar Nahestehenden einerseits und einem unterschiedlichen Leistungserbringungsrecht für Pflegeeinrichtungsträger andererseits gekennzeichnet sind.
Während in der vollstationären Pflege neben der Stilllegung von Betten eine zunehmende finanzielle Überlastung zu verzeichnen ist, bleibt die Häusliche Pflege eine regelrechte Blackbox. Vermutet wird die Zunahme pflegebedingter Armut, der Unterversorgung und der instabilen Pflegearrangements. Eine Reaktion auf die Pflegekrise mit neuen Versorgungskonzepten, mit denen durch die Aufhebung der Sektorengrenzen flexiblere Versorgungsmöglichkeiten mehr Pflegebedürftige eine angemessene Versorgung ermöglicht wird, liegt nahe. Dabei muss in Ermangelung knapper werdender Ressourcen die Frage nach einer gerechten Allokation der vorhandenen Möglichkeiten, und zwar in personeller, wie in finanzieller Hinsicht berücksichtigt werden.
Das Programm sieht neben Fachvorträgen aus Praxis, Wissenschaft und Politik mehrere zur Auswahl stehende Fachforen zu unterschiedlichen Themen vor.
Der Paritätische Pflegekongress richtet sich an Vertreter*innen aus Mitgliedsorganisationen, Paritätische Landesverbände, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Pflegekräfte, Selbstvertretungsorganisationen und Politik sowie Interessierte. Die Veranstaltung findet in der ufaFabrik in Berlin-Tempelhof statt.
Das Programm und die konkrete Anmeldemöglichkeit versenden wir voraussichtlich im Frühsommer 2025. Für organisatorische Fragen steht Ihnen Angelina Kunath und für inhaltliche Fragen bzw. Anregungen stehen Ihnen Barbara Boos und Thorsten Mittag unter altenhilfe@paritaet.org gerne zur Verfügung.
Die Veranstaltung wird durch die GlücksSpirale gefördert.