Landtag MV diskutiert notwendige Impulse zur Belebung des Kinder- und Jugendtourismus

Nachdem das Deutsche Jugendherbergswerk und der Landesverband der Schulheime öffentlich auf die rückläufigen Übernachtungszahlen im Bereich der Kinder- und Jugendreisen und deren Folgen aufmerksam gemacht haben, beschäftigt sich jetzt die Politik mit dem Thema.

Die Gründe für den Rückgang hatten die Verbände in einer Umfrage unter Lehrer*innen im Jahr 2024 erforscht und diese öffentlich gemacht. 

In seiner Sitzung am 31. Januar hatte der Landtag einen Antrag der Regierungsfraktionen beschlossen: Darin stellt der Landtag MV fest, dass die Jugendherbergen und Landschulheime unverzichtbare Begegnungsstätten sind und die gesellschaftliche Teilhabe von jungen Menschen fördern. Die Abgeordneten stellen in ihrem Beschluss die Wichtigkeit solcher Einrichtungen insbesondere zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie fest. 

Neben durchweg positiven Feststellungen, wie wichtig diese Einrichtungen sind, fordern die Abgeordneten die Landesregierung auf, etwas dafür zu tut, damit die Angebote der Jugendherbergen und Schullandheime zukünftig besser und öfter genutzt werden können. Konkrete Unterstützungsangebote - wie z.B. weitere Investitionsmittel oder eine Erhöhung der Haushaltsmittel im Landesjugendplan - haben die Abgeordneten jedoch nicht in Aussicht gestellt. 

Stattdessen regen sie an, besser über die Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung zu informieren, dass die Einrichtungen besser an den ÖPNV angebunden werden und dass auch über die Grenzen des Bundeslandes hinaus für den Standort als Destination für Klassenreisen und Jugendreisen geworben werden sollte. Auch soll die Landesregierung eruieren, welche Förderungen aus Bundes- oder EU-Mitteln möglich sind. 

Notwendig wäre jedoch eine auskömmlich Unterstützung durch das Land. Diese fehlt bisher.

Der Paritätische unterstützt die Forderungen der Verbände und der Abgeordneten beispielsweise in Gesprächen auf politischer Ebene.