Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Weiterentwicklung und nachhaltigen Finanzierung der Pflege
Im Fokus steht demnach nicht mehr allein die finanzielle Entlastung Pflegebedürftiger, sondern grundsätzlich die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung in der Fläche. In regional unterschiedlicher Ausprägung bestehen bereits heute Versorgungsengpässe.
Mit seinen Forderungen zur nachhaltigen Finanzierung der Pflegeversicherung befürwortet der Deutsche Verein Ansätze, die auch vom Paritätischen im Rahmen des Bündnisses für eine solidarische Pflegevollversicherung gefordert werden, sowie weitere langjährige Forderungen, unter anderem: Medizinische Behandlungspflege in stationären Einrichtungen systemgerecht aus GKV finanzieren, Ausbildungskosten aus Pflegevergütungen herausnehmen, Einführung eines Steuerzuschusses, eine Erweiterung der Beitragsbemessungsgrundlage sowie die Schaffung eines Ausgleichs zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung. Eine klare Absage erteilt der DV einer Anhebung der Beitragssätze.
Empfehlungen des Deutschen Vereins für eine integrierte Senior*innenpolitik: Vernetzung von Altenhilfe- und Pflegestrukturen vor Ort
Die Empfehlungen richten sich vor allem an Landkreise und kreisfreie Städte sowie kreisangehörige Städte und Gemeinden als steuernde und koordinierende Akteure vor Ort. Explizit sind auch die Pflege- und Krankenkassen aufgefordert, die Umsetzung zu unterstützen. Übergreifend sind Bund und Länder adressiert, um notwendige Rahmenbedingungen zu schaffen.
Hierzu empfiehlt der Deutsche Verein die Schaffung einer flächendeckenden Planungsgrundlage, das Neudenken von Netzwerkstrukturen sowie die Stärkung zivilgesellschaftlicher und ehrenamtlicher Mitverantwortung im Sinne von Sorgenden Gemeinschaften/Caring Communities. Außerdem gibt er Hinweise zur notwendigen Verbesserung der Rahmenbedingungen für Teilhabe, Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation im Alter. Schließlich empfiehlt der Deutsche Verein, dass Beratungsstrukturen im kommunalen Raum stärker dezentral, aufsuchend und präventiv entwickelt werden müssen.
Die ausführlichen Positionierungen finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Vereins zum Download.