Großes Interesse an FSJ und BFD: Der Paritätische MV sieht Freiwilligendienste als Baustein der Fachkräftestrategie für MV

Am 1. September starten 90 Freiwillige in ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in Einrichtungen und Diensten der Mitgliedsorganisationen des Paritätischen MV. Alle zur Verfügung stehenden Plätze sind belegt.

„Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Menschen für einen Freiwilligendienst entscheiden. Junge Menschen wollen sich engagieren, Verantwortung übernehmen und soziale Arbeitsfelder kennenlernen“, sagt der Geschäftsführer des Paritätischen MV, Dieter Eichler. Für viele Freiwillige sei das Jahr eine wichtige Zeit zwischen Schule und Ausbildung oder Studium und könne eine ganz konkrete Entscheidungshilfe für die eigene Zukunft sein. 

Unter den 90 Freiwilligen sind auch fünf ältere Teilnehmende, die sich im Rahmen des „BFD über 27“ beruflich umorientieren wollen. Anders als das Freiwillige Soziale Jahr ist der Bundesfreiwilligendienst auch für ältere Teilnehmende möglich. „Egal wie alt, das freiwillige Jahr ist eine Chance für alle“, so Eichler: „Sie sammeln Berufserfahrung, lernen eigene Stärken kennen und übernehmen Verantwortung. Gleichzeitig werden soziale Kompetenzen wie Team-, Kommunikationsfähigkeit und Empathie gefördert.“

Viele junge Freiwillige entscheiden sich nach ihrem Dienst für eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen Bereich. Damit seien FSJ und BFD nicht nur ein Gewinn für die Freiwilligen selbst, sondern auch für die sozialen Einrichtungen und die Gesellschaft insgesamt. „Wir brauchen dringend Nachwuchs in Kitas, Pflege, Eingliederungshilfe, Kinder- und Jugendhilfe und vielen weiteren sozialen Arbeitsfeldern“, so Eichler. Gerade angesichts des demografischen Wandels sei dieser frühe Zugang zu sozialen Berufen daher von großer Bedeutung. 

„Wer heute in Freiwilligendienste investiert, investiert in die Fachkräfte von morgen“, betont Eichler. „Deshalb müssen wir die Freiwilligendienste als einen Baustein der Fachkräftestrategie mitdenken: gute Arbeitsbedingungen, attraktive und kostenfreie Ausbildungswege, praxisnahe Qualifizierung und eben auch den Zugang zu sozialen Berufen über Freiwilligendienste.“ 

Für den Paritätischen MV ist das große Interesse an den Freiwilligendiensten ein ermutigendes Signal, aber auch ein Auftrag an die Politik, entsprechende Angebote abzusichern.

Unter dem Dach des Paritätischen MV können Freiwillige in ganz unterschiedlichen sozialen Arbeitsfeldern tätig werden, beispielsweise in Kindertagesstätten, Schulen und Horten, in der Pflege, in Angeboten für Menschen mit Behinderungen u.v.m. 

„Die 90 FSJler und BFDler, die jetzt bei uns starten, sind nicht nur 90 Freiwillige“, sagte Dieter Eichler. „Sie sind 90 Menschen, die Erfahrungen sammeln wollen, Verantwortung übernehmen und möglicherweise ihren beruflichen Weg in den sozialen Bereich finden. Diese Chance sollten wir ihnen und vielen weiteren Interessierten auch künftig geben. Wir wünschen allen Freiwilligen eine spannende, lehrreiche und bereichernde Zeit.“

Pressekontakt: 
Stephanie Böskens 
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