Pressemeldung: Paritätischer dankt seinen Mitgliedern für unermüdlichen Einsatz in Corona-Zeiten

Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern hat seinen Mitgliedsorganisationen in einem Schreiben für ihren engagierten Einsatz in der Corona-Krise gedankt und ihnen Mut zugesprochen, durchzuhalten und sich weiter solidarisch zu zeigen.

„Die schwerwiegenden Einschränkungen unseres Alltags aufgrund der Corona-Pandemie sind eine riesige Herausforderung für alle, insbesondere aber für Einrichtungen, in denen mehrere Menschen zusammenleben wie zum Beispiel in Pflegeheimen oder Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen, aber auch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie in den Kitas“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich Wilhelm Bluschke. In dem Brief dankt der Verband seinen Mitgliedern dafür, dass sie diese Zeit so geduldig und diszipliniert durchhalten. „Wir möchten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen Mut machen, diese Solidarität weiterzuleben, damit wir das Erreichte nicht leichtsinnig wieder verspielen“, so Bluschke.

Schutzmaßnahmen wie Besuchsverbote in Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personengruppen bedeuten große Herausforderungen für das Personal, aber auch für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihre Angehörigen. Täglich müssten Einrichtungsträger und Mitarbeitende durch vorsichtiges Abwägen mit Augenmaß und Kreativität unter Wahrung von maximal möglichem Schutz die Situation so gut wie möglich organisieren und dabei immer auch ein offenes Ohr haben für die Sorgen und Nöte der Bewohner und ihrer Angehörigen. 

Das Gleiche gelte für die Situation in Jugendwohngruppen. Das Kontaktverbot zu Freunden und Familien sei eine enorme Herausforderung für die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Betreuer. „Die Betreuer versuchen mit viel Kreativität der Isolation und dem Frust der Kinder entgegenzuwirken“, so Bluschke. „Wir wissen, dass den Pädagoginnen und Pädagogen hier genau wie in Kitas und Schulen viel abverlangt wird“. Das Einhalten der Sicherheitsvorkehrungen bei der Arbeit mit kleinen Kindern in Kitas sei nahezu unmöglich: „Windeln wechseln, Nase putzen – je jünger die Kinder sind, desto mehr Nähe und Pflege benötigen sie. Und die kriegen sie auch“, sagt Bluschke.

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an der Grenze Ihrer Kräfte. Trotz Überstunden und Erschöpfung funktioniere der Betrieb reibungslos und ohne strittige Auseinandersetzung. „Das ist nicht selbstverständlich und dafür wollen wir uns herzlich bedanken.“ 

Angesichts aktueller Pläne von Bund und Ländern zur schrittweisen Lockerung von Maßnahmen mahnt der Paritätische zur Vorsicht. „Wir müssen jetzt gemeinsam  unter Einhaltung der gebotenen gesundheitlichen Schutzmaßnahmen langfristige Maßnahmen und Lösungen entwickeln, die es ermöglichen, diese schwierige Lage zu überbrücken. Sie werden noch für einen längeren Zeitraum notwendig sein“, so der Verbandsvorsitzende.

Pressekontakt:
Stephanie Böskens
Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern
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