LIGA-Stellungnahme zum Anhörungsverfahren berufsschulbezogenen Verordnungsänderungen

In ihrer Stellungnahme äußert sich die LIGA MV kritisch zu einigen Punkten der im „Berufsschulpaket“ zusammengeschlossenen Entwürfe zu berufsschulbezogenen Verordnungsänderungen.

Bezüglich der Änderung der Gesundheits- und Sozialpflege-Berufsfachschulverordnung sieht die LIGA MV Probleme bei der Umsetzung in der Praxis. So seien Kliniken im Vorteil gegenüber kleineren Ausbildungsbetrieben  wie z.B. ambulanten Pflegeeinrichtungen. Kleinere Ausbildungsbetriebe hätten Probleme, für alle Praxisanteile die erforderlichen Einsatzstellen als Kooperations- und Verbundspartner zu generieren. Die LIGA MV fordert hier, die Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften in der Praxis evaluativ eng zu begleiten. 

Desweiteren begrüßt die LIGA in ihrer Stellungnahme zum Entwurf einer dritten Verordnung zur Änderung der Erzieherinnen und Erzieher für 0-10-Jährige die Ergänzung der Ausbildung "Staatlich anerkannte Erzieher*in für 0 bis 10-Jährige" um eine Aufbauweiterbildung zur "Staatlich anerkannten Erzieher*in für 0 bis 27-Jährige" und die Anrechnung des letzten Ausbildungsjahres auf das erste Jahr der grundständigen Ausbildung grundsätzlich. Allerdings fehlten Informationen zur bisherigen Umsetzung sowie zur Struktur, da noch keine Daten der angekündigten Evaluation vorliegen. Bis zum Abschluss einer Bewertung des Modellprojektes, unterstützt die LIGA die Weiterführung der Ausbildung "Staatlich anerkannte Erzieher*in für 0 bis 10-Jährige" als Modellversuch unter bestimmten Voraussetzungen. 

Die ausführliche Stellungnahme mit weiteren Punkten zum Entwurf einer dritten Verordnung zur Änderung der Erzieherinnen und Erzieher für 0-10-Jährige (Höhere Berufsfachschulverordnung) sowie zum Entwurf einer Vierten Verordnung zur Änderung der Schullastenausgleichsverordnung finden Sie hier.