Keine Hilfe für Corona-bedingten Mehrbedarf
Ob durch wegfallende Schulessen, geschlossene Hilfsangebote oder extra Ausgaben für Technik und Kommunikation, Desinfektionsmittel und Masken - in der Corona-Krise brauchen Arme mehr Geld. Trotz Mehrbedarf bekamen Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie etwa Hartz IV angewiesen sind, monatelang überhaupt keine zielgerichtete Hilfe. Nach hartnäckigem Engagement vieler Aktiver und dem Aufruf eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses, bewegt sich endlich etwas für Menschen mit geringem Einkommen: Jobcenter unterstützen bei dringend notwendigen Laptops für Homeschooling und arme Menschen sollen endlich auch finanziell unterstützt werden.
Einmalzahlung reicht nicht
Statt der von einem breiten Bündnis aus Sozialverbänden und Gewerkschaften geforderten monatlichen Unterstützung während der Krise und einer Anhebung des Regelsatzes sollen Arme mit einer Einmalzahlung in Höhe von 150€ abgespeist werden. Für Betroffene ein Tropfen auf den heißen Stein.
Bündnis fordert Unterstützung und sammelt Unterschriften
Mit dem Start der Unterschriftensammlung will das Bündnis Druck machen, damit alle einkommensarme Menschen angemessene Unterstützung bekommen - ob arme Alte und Pflegebedürftige oder Kinder, Arbeitslose, Geflüchtete oder Erwerbsgeminderte. Gemeinsam wollen wir der Bundesregierung klar machen: Solidarität mit den Ärmsten in unserer Gesellschaft sieht anders aus!
Jetzt mitmachen: Hier geht es zum Online-Appell “Corona trifft Arme extra hart - Soforthilfen jetzt!” https://www.der-paritaetische.de/coronahilfe
Von: Wiebke Schroeder, Der Paritätische Gesamtverband