Start der neuen Pflegeausbildung braucht Koordinierung

In einem Forum in Güstrow informiert der Paritätischer heute seine Mitglieder über die neue Pflegeausbildung und fordert das Land zur Bildung einer Koordinierungsstelle auf.

Mit dem Inkrafttreten des Pflegeberufereformgesetzes zum 1. Januar dieses Jahres startet auch in Mecklenburg-Vorpommern von April an die neue Pflegeausbildung. In einem Forum informiert der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern e.V. heute in Güstrow seine Mitgliedsorganisationen zu Fragen rund um die generalistische Ausbildung für die Pflegeberufe. Vor dem Hintergrund der notwenigen Kooperationen für Träger der praktischen Ausbildung fordert der Verband das Land zur Bildung einer Koordinierungsstelle auf.

Das Pflegeberufegesetz bringt einheitliche Ausbildungsstrukturen durch die Zusammenführung der drei bisherigen Pflegefachberufe in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegeausbildung sowie einen einheitlichen Abschluss. „Dass die Umsetzung dieser neuen generalistischen Pflegeausbildung gelingt, ist entscheidend für die Zukunft der Pflege in ganz Deutschland“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern e.V., Friedrich Wilhelm Bluschke.

Zu der schulgeldfreien dreijährigen Ausbildung gehören Einsätze in verschiedenen Ausbildungseinrichtungen insbesondere in Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Diensten. „Entscheidend für das Gelingen und die Qualität der Ausbildung ist eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit dieser Partner“, meint Bluschke. Zur Unterstützung dieser Kooperationen sollte deswegen zügig eine landesweite Koordinierungsstelle initiiert und regionale Netzwerktreffen für Träger und Akteure der Ausbildung durchgeführt werden, appelliert der Verbandsvorsitzende. Dies hatte die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern e.V. bereits in einem Brief an das Wirtschaftsministerium gefordert.

„Wir begrüßen es, dass die neue Pflegeausbildung für die Ausbildungseinrichtungen refinanzierbar wird und dass Auszubildende eine angemessene Vergütung erhalten“, sagt Bluschke. Für die Nachwuchsgewinnung sei das ein entscheidender Faktor.

Der Paritätische ist mit seinen Mitgliedsorganisationen im Altenpflegebereich im Land breit aufgestellt: Dazu gehören Pflegeeinrichtungen der voll- und teilstationären Pflege, ambulante Pflegedienste, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Betreutes Wohnen.

Der PARITÄTISCHE Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. sind mehr als 200 gemeinnützige Organisationen und Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Sie sind in der Kinder,- Jugend- Familien- und Altenhilfe, in der sozialen und psychosozialen Versorgung, in der Behindertenhilfe, der Migrantenhilfe, der Aids-Hilfe, der Drogen- und Suchthilfe, Betreuung und Beratung von Langzeitarbeitslosen, in der Gesundheitsförderung sowie Selbsthilfe und Frei-willigendienste tätig. In den Einrichtungen und Diensten arbeiten ca.17.600 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese werden von etwa 5.000 Ehrenamtlichen aktiv unterstützt.

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