Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat seine Schwerpunktvorhaben für 2020 vorgelegt. Im ersten Halbjahr 2020 soll ein Referentenentwurf für eine Reform des SGB VIII vorgelegt werden. Über diesen Entwurf sollen verschiedene Ziele verfolgt und umgesetzt werden. Anders noch als in der Startphase des Dialogprozesses aus 2019 – soll jetzt auch das Ziel „Hilfen aus einer Hand für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen“ aufgenommen werden.
Im Rahmen der Jugendstrategie der Bundesregierung soll die im Kabinett beschlossene Jugendstrategie „In gemeinsamer Verantwortung: Politik für, mit und von Jugend“ umgesetzt und die interministerielle Arbeitsgruppe „Jugend“ fortgeführt werden.
Das Programm „Starke Kinder- und Jugendparlamente“ für die kommunale Ebene soll im Frühjahr 2020 starten und andere Beteiligungsformate sollen weiter entwickelt werden.
Im Bereich der Kindertagespflege fällt vor allem auf, was nicht vorkommt. Das Bundesprogramm Sprach-Kita wird ebenso wenig erwähnt, wie die Fachkräfteoffensive des Bundes oder das Investitionsprogramm zum Kita-Ausbau. Die Fachkräfteoffensive wird auf Eis gelegt, d.h. die geplante zweite Welle mit weiteren 2.500 Ausbildungsplätzen fällt aus. Die im Koalitionsvertrag festgehaltene Weiterentwicklung des Bundesprogramms Sprach-Kita wird erstmal nicht stattfinden. Und die seit 2008 laufende Kofinanzierung des Kita-Ausbaus wird eingestellt.
Das einzige, was das BMFSFJ für das Jahr 2020 im Bereich Kindertagesbetreuung ankündigt, ist die Neuausrichtung des Förderprogramms „Betriebliche Kinderbetreuung“ (BeKiB). Das Programm startet im 1. Quartal 2020.
Das Schwerpunktvorhaben BMFSFJ für 2020 finden Sie hier.