Paritätischer MV legt sozialpolitische Positionen zur Landtagswahl 2026 vor

Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern hat mit Blick auf die Landtagswahl am 20. September 2026 ein sozialpolitisches Positionspapier veröffentlicht und möchte zur Ausgestaltung der sozialen Daseinsvorsorge mit der Politik ins Gespräch kommen.

„Steigende Unterstützungsbedarfe, Fachkräftemangel, knappe öffentliche Haushalte und Bürokratie setzten die soziale Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend unter Druck“, sagt der Geschäftsführer Dieter Eichler. „Uns ist es wichtig, als verlässlicher Partner der Politik gemeinsam an tragfähigen Lösungen zu arbeiten und den sozialen Herausforderungen im Land konstruktiv zu begegnen.“

Im Mittelpunkt des Positionspapiers stehen drei zentrale Themen:

  • eine verbindliche strategische Sozialplanung
  • eine umfassende Arbeits- und Fachkräftestrategie für soziale Berufe
  • sowie eine konsequente Entbürokratisierung

„Sozialpolitik darf nicht allein von Haushaltszwängen bestimmt werden“, so Eichler.  „Mecklenburg-Vorpommern braucht eine vorausschauende Planung, um Bedarfe frühzeitig zu erkennen und Ressourcen gezielt für verlässliche Strukturen einsetzen zu können.“ 

Im Fokus der drei übergeordneten Themenfelder stehen insbesondere die Kinder- und Jugendhilfe, die Eingliederungshilfe, die Pflege sowie Beratungsstrukturen. Ziel sei es, Angebote bedarfsgerecht zu steuern, demografische Entwicklungen zu berücksichtigen und die Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen zu sichern.

In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und wachsender sozialer Unsicherheit werde der Sozialstaat zunehmend infrage gestellt. „Dabei ist ein funktionierender Sozialstaat keine Belastung, sondern die Grundlage für sozialen Zusammenhalt, demokratische Stabilität und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit“, konstatiert Eichler.

Als einer der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege gehört der Paritätische MV zur tragenden Säule des Sozialstaates. Im ganzen Land bieten die Verbände Kitas, Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen und ermöglichen Beratung, Teilhabe und Unterstützung für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. 

Das vollständige Positionspapier des Paritätischen MV „Für eine starke soziale Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern #MVbleibtsozial!“ finden Sie hier sowie in unseren Fachinformationen 

Pressekontakt:
Stephanie Böskens
Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern e.V.
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E-Mail: stephanie.boeskens@paritaet-mv.de
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