„Die aktuellen Herausforderungen sind gewaltig und zu groß, um sie allein zu lösen“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen MV, Friedrich Wilhelm Bluschke. Um zukunftsfähige Sozialräume zu gestalten, brauche es einen Dialogprozess zwischen den verschiedenen verantwortlichen Akteuren, um gemeinsam Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln und umzusetzen. „Durch fehlende Arbeitskräfte, explodierende Kosten und mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten stehen soziale Angebote vielerorts vor dem Aus, ganze Regionen drohen abgehängt zu werden“, so Bluschke. „Es ist wichtiger denn je, dass wir zusammenhalten und gemeinsam Lösungen finden“, appelliert Bluschke an die Verantwortlichen aus Politik und kommunaler Verwaltung.
Das Positionspapier richtet sich an die gesamte soziale Infrastruktur wie z.B. die Bereiche Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, die Angebote der Eingliederungs- und Sozialhilfe oder Beratungsangebote. Es soll im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft diskutiert und als Grundlage für die weitere Verbandsarbeit genutzt werden. Erste Lösungsansätze sollen dann auf einem Fachtag am 8. Oktober vertieft werden.
„Unsere Mitgliedsorganisationen engagieren sich mit ihren sozialen Angeboten, Einrichtungen und Diensten in ganz Mecklenburg-Vorpommern täglich um Menschen, die Unterstützung benötigen, angefangen vom Kita-Kind bis hin zum Pflegebedürftigen. Dafür danke ich ihnen sehr“, lobt Bluschke das Engagement. „Sie versorgen die Menschen nicht nur, sie bieten auch Orte der Begegnung und des Austausches, die unverzichtbar sind für den sozialen Zusammenhalt in den Dörfern und Stadtteilen.“ Darüber hinaus seien sie mit ihren Einrichtungen und Diensten auch wichtige Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor im Land. „Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen in der sozialen Arbeit - für die Hilfedürftigen im Land und die Menschen, die diese Hilfe leisten“, fordert Bluschke.
Auf der Tagesordnung stehen außerdem der Bericht des Vorsitzenden sowie ein Grußwort des designierten Hauptgeschäftsführers des Paritätischen Gesamtverbands, Dr. Joachim Rock.
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