„Eine gute Nachricht aus dem gestrigen Koalitionsbeschluss ist, dass die Jobcenter die Laptopkosten für arme Kinder übernehmen, damit der Weg geebnet ist für eine gleichberechtigte Teilhabe am Homeschooling für alle Kinder“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern Friedrich Wilhelm Bluschke. Damit sei aber das Grundproblem nicht gelöst, weil coronabedingte Mehrausgaben einkommensschwache Familien zusätzlich belasten. „Mit der Einmalzahlung von 150 Euro wird dieses Problem nur temporär angegangen. Mit einem monatlichen Zuschuss für die Dauer der Krise wäre den Familien mehr geholfen“, so Bluschke.
Der Verband appelliert außerdem an die Kommunen und Landkreise, Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zeitnah an die Familien zu gewähren. Das betreffe zurzeit insbesondere die Mittagsverpflegung für die Kinder. „Es wäre gut, wenn das Geld für die Schulverpflegung auch für die Familien zur Verfügung steht, wenn die Kinder coronabedingt zuhause ihr Mittagessen einnehmen“, fordert Bluschke. Viele einkommensschwache Familien bekommen Geld für das Schulessen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Für das Essen zuhause kommt das Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket aber nicht bei den Familien an. „Hier muss dringend eine Lösung gefunden werden, damit die Versorgung betroffener Kinder gewährleistet ist und jedes Kind täglich eine warme Mahlzeit bekommt.“
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