„Das Land unternimmt bereits vielfältige Maßnahmen, die Menschen mit Behinderungen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern e.V. Friedrich Wilhelm Bluschke. „Um Teilhabemöglichkeiten weiter zu verbessern, brauchen wir ein leistungsfähiges Netzwerk, das die individuellen Bedürfnisse und Bedarfe der Menschen mit Behinderungen erkennt und ermöglicht.“ Mit dem Landesrahmenvertrag, der das Bundesteilhabegesetz von Januar an auf Landesebene umsetzen soll, sei dafür nun eine wichtige und gute Grundlage geschaffen worden. Er regelt unter anderem, dass der Unterstützungsbedarf von Menschen mit Handicap individuell ermittelt wird. Allerdings, so der Verbandsvorsitzende, dürften diese Bedürfnisse und Bedarfe nicht untergehen in Paragraphen oder im Gerangel um Zuständigkeiten und ungeklärter Finanzierung.
„Wir freuen uns, dass der Landesrahmenvertrag nach einem langen Prozess nun rechtzeitig zum 1. Januar ausverhandelt und unterschriftsreif ist“, so Bluschke. „Damit haben wir eine gute Basis für die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Ziel einer echten inklusiven Gesellschaft.“
Rund 6.000 Menschen mit Beeinträchtigungen werden in den Einrichtungen der Behindertenhilfe unter dem Dach des Paritätischen unterstützt und begleitet. Der größte Teil der insgesamt 210 Mitgliedsorganisationen engagiert sich landesweit in der Behindertenhilfe, angefangen von Einrichtungen in der Kinder- Jugend – und Familienhilfe, der inklusiven Kita, in Schule und Hort, bei Freizeit- und Sportangeboten, in Werkstätten und Wohneinrichtungen. Als Dachverband vertritt der Paritätische die Interessen von Menschen mit Behinderungen.
Der PARITÄTISCHE Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. sind mehr als 200 gemeinnützige Organisationen und Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Sie sind in der Kinder,- Jugend- Familien- und Altenhilfe, in der sozialen und psychosozialen Versorgung, in der Behindertenhilfe, der Migrantenhilfe, der Aids-Hilfe, der Drogen- und Suchthilfe, Betreuung und Beratung von Langzeitarbeitslosen, in der Gesundheitsförderung sowie Selbsthilfe und Frei-willigendienste tätig. In den Einrichtungen und Diensten arbeiten ca.17.600 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese werden von etwa 5.000 Ehrenamtlichen aktiv unterstützt.
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