„Wenn wir über kostenlosen Nahverkehr reden, dann dürfen wir die Freiwilligendienstleistenden hierzulande nicht vergessen“, fordert der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern e.V., Friedrich Wilhelm Bluschke.
Allein unter dem Dach der Wohlfahrtsverbände machen sich in Mecklenburg-Vorpommern täglich rund 1000 Freiwilligendienstleistende im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) oder eines Bundesfreiwilligendienstes (BFD) auf den Weg zu ihrer Einsatzstelle. In den Einrichtungen des Paritätischen sind es 90. Die Freiwilligen unterstützen durch ihren Einsatz beispielsweise in Pflegeeinrichtungen oder in der Kinder- und Jugendhilfe. „Ohne ihren Einsatz könnten insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels viele Aufgaben gar nicht gestemmt werden“, so Bluschke.
Einsatzstellen sind beispielsweise Kindertagesstätten, Schulen und Horte, Jugendfreizeiteinrichtungen, Krankenhäuser, Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Kleider- und Möbelbörsen oder Seniorenbetreuung. Für ihren sechs bis 18 Monate dauernden Einsatz bekommen die Freiwilligendienstleistenden nur ein kleines Taschengeld, von dem sie in der Regel auch ihre täglichen Fahrtkosten bezahlen müssen.
„Vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung in Mecklenburg-Vorpommern müssen wir über ein kostenfreies Ticket im öffentlichen Nahverkehr für Azubis und Freiwilligendienstleistende ernsthaft nachdenken und die Entscheidung nicht weiter aufschieben“, fordert der Verbandsvorsitzende. Bereits vor zwei Jahren hatten Freiwilligendienstleistende von FSJ, FÖJ und BFD aller Verbände in Mecklenburg-Vorpommern mit einer „Petition Freiwilligenticket“ von der Politik eine Vergünstigung im Nahverkehr gefordert. „Diese Forderung erheben wir erneut“.
Der PARITÄTISCHE Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. sind mehr als 200 gemeinnützige Organisationen und Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Sie sind in der Kinder,- Jugend- Familien- und Altenhilfe, in der sozialen und psychosozialen Versorgung, in der Behindertenhilfe, der Migrantenhilfe, der Aids-Hilfe, der Drogen- und Suchthilfe, Betreuung und Beratung von Langzeitarbeitslosen, in der Gesundheitsförderung sowie Selbsthilfe und Frei-willigendienste tätig. In den Einrichtungen und Diensten arbeiten ca.17.600 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese werden von etwa 5.000 Ehrenamtlichen aktiv unterstützt.
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