Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen: Jetzt besonders auf Menschen mit Behinderungen achten

Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai fordert der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern, in der Corona-Krise die Interessen der Menschen mit Behinderung nicht zurückzustellen. Der inklusive Weg müsse konsequent weitergegangen werden.

Immer noch würden Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft diskriminiert und ihre Teilhabe beschränkt. Die Corona-Krise mache die Schwachstellen im Bereich der Inklusion und Barrierefreiheit einmal mehr deutlich.

„Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie machen gerade jedem Einzelnen deutlich, was es heißt, nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich Wilhelm Bluschke. „Menschen mit Unterstützungsbedarf leiden besonders unter dieser Situation. Häufig fehlt es an barrierefreiem Zugang zu Informationen, sei es in leichter Sprache oder Gebärdensprache. Andere werden vom Arbeitsleben ausgegrenzt oder drohen in den eigenen vier Wänden zu vereinsamen“, so Bluschke. 

„Der Weg aus der jetzigen Krise muss ein vielfältiger und inklusiver sein“, fordert der Verbandsvorsitzende. Barrieren müssten auf allen Ebenen abgebaut werden, ganz egal, ob das im Bereich Bildung ist, im Arbeitsleben oder beim Reisen. „Wir müssen die vorhandenen Potentiale zu einer inklusiven Gesellschaft weiterentwickeln und uns für eine Gesellschaft einsetzen, in der alle und zu jeder Zeit ihren Platz finden.“ Die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung dürften nicht verlorengehen, sondern müssten im Mittelpunkt der Zielsetzungen aller Beteiligten stehen. Dafür brauche es einen Diskurs unter Beteiligung der Menschen, die es betrifft. 

Rund 6.000 Menschen mit Beeinträchtigungen werden in den Einrichtungen der Behindertenhilfe unter dem Dach des Paritätischen unterstützt und begleitet. Der größte Teil der insgesamt 210 Mitgliedsorganisationen engagiert sich landesweit in der Behindertenhilfe, angefangen von Einrichtungen in der Kinder- Jugend – und Familienhilfe, der inklusiven Kita, in Schule und Hort, bei Freizeit- und Sportangeboten, in Werkstätten und Wohneinrichtungen. Als Dachverband vertritt der Paritätische die Interessen von Menschen mit Behinderungen.

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