„Der Bundesfreiwilligendienst ist weit mehr als ein Angebot, sich zu engagieren. Er stärkt soziale Einrichtungen, fördert die persönliche Entwicklung der Freiwilligen und schafft Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten“, sagt Dieter Eichler, Geschäftsführer des Paritätischen MV anlässlich des Jubiläums.
Der Bundesfreiwilligendienst wurde am 1. Juli 2011 nach der Aussetzung der Wehrpflicht und dem Ende des Zivildienstes eingeführt. Was zunächst als Antwort auf den Wegfall der Zivildienstleistenden gedacht war, hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem eigenständigen und erfolgreichen Freiwilligendienst entwickelt.
Heute engagieren sich Freiwillige landesweit in zahlreichen sozialen Einrichtungen unter dem Dach des Paritätischen MV, beispielsweise in Kitas, und Horten, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Senioren sowie in Kleiderkammern. Sie unterstützen Menschen im Alltag, übernehmen Verantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwesen.
Als Träger des Bundesfreiwilligendienstes unterstützt der Paritätische MV die Freiwilligen und sorgt gemeinsam mit den Einsatzstellen für eine fachliche und pädagogische Begleitung während des Dienstes. „Der Bundesfreiwilligendienst bietet Menschen jeden Alters die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und gleichzeitig persönlich zu wachsen“, so Eichler. Junge Menschen nach der Schule nutzten den BFD zur Berufsorientierung genauso wie Erwachsene als Möglichkeit, sich noch mal neu zu orientieren oder nach dem Berufsleben weiterhin gesellschaftlich einzubringen. „Dabei erwerben sie nicht nur wichtige Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsstärke, Selbstständigkeit und soziale Kompetenz“, ergänzt Eichler. „Gleichzeitig erleben sie unmittelbar, wie sinnvoll und wirksam ihr Engagement für andere Menschen ist.“
Angesichts aktueller Diskussionen über neue Wehrdienst- und Zivildienstmodelle sowie die zukünftige Ausgestaltung gesellschaftlicher Dienste fordert der Verband, die Erfahrungen der vergangenen 15 Jahre in politische Entscheidungen einzubeziehen. „Der Bundesfreiwilligendienst ist keine Übergangslösung aus der Zeit nach dem Zivildienst, sondern längst ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Engagement-Landschaft. Neue Dienstmodelle können nur gemeinsam mit der Zivilgesellschaft entwickelt werden. Wer gesellschaftliches Engagement stärken will, muss die Träger, Einsatzstellen und Freiwilligen in den Mittelpunkt stellen – nicht neue Bürokratien. Vielfalt, Freiwilligkeit, gute Begleitung und verlässliche Finanzierung sind die Voraussetzungen dafür, dass Freiwilligendienste auch in Zukunft erfolgreich bleiben,“ so Eichler.
Unter dem Dach des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern stehen ab dem 1. September 2026 noch freie Plätze in zahlreichen Einsatzbereichen zur Verfügung. Informationen dazu unter www.paritaet-mv.de/bfd-und-fsj/freiwilligendienste