LIGA im Bildungsausschuss: Umsetzung neuer Regelungen im KiföG muss pragmatisch erfolgen

Vor der heutigen zweiten Lesung im Landtag zum fünften KiföG-Änderungsgesetz hat der Paritätische MV für die LIGA als Experte im Bildungsausschuss Stellung genommen.

Aus Sicht der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern kommt es für die Umsetzung der gesetzlichen Neuregelungen darauf an, praxisgerechte und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. „Entscheidend ist aus unserer Sicht, dass die Finanzierung der Umstellung insbesondere in den Krippen und Horten verlässlich abgesichert wird. Wichtig ist, dass die Umsetzung der neuen Regelungen in der Praxis pragmatisch und im Sinne der Kinder, Familien sowie der Mitarbeitenden in den Kitas erfolgen muss.“ Die LIGA erwartet, dass mit den Änderungen des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) die Grundlage für zukunftsfähige Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern gelegt wurde. 

Nun kommt es darauf an, gemeinsam mit den Kommunen, den örtlichen Jugendhilfeträgern sowie weiteren Beteiligten tragfähige Lösungen für die Umsetzung zu entwickeln. Dabei sind transparente Verfahren, eine enge Abstimmung aller Beteiligten sowie eine möglichst unbürokratische Ausgestaltung der Prozesse erforderlich.

Ein wichtiger Baustein hierfür ist die Fortführung des Zukunftsplans Kita. Die regionalen Runden Tische sowie der vereinbarte Zukunftspakt, der zum 1. Januar 2027 in Kraft treten soll, bieten den Rahmen, um regionale Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Ziel ist die langfristige Sicherung einer bedarfsgerechten und leistungsfähigen Kita-Infrastruktur in allen Regionen des Landes. 

Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei der Fachkräftesicherung gelten. Angesichts der demografischen Entwicklungen und regional unterschiedlicher Bedarfe sind verlässliche Beschäftigungsperspektiven für Erzieherinnen und Erzieher ein wesentlicher Faktor für die Qualität und Stabilität der Bildungsarbeit in den Kindertageseinrichtungen. Wichtig sei es, die Übergangsphase zwischen den ab September 2026 wirksam werdenden Änderungen und dem Inkrafttreten des Zukunftspakts zum 1. Januar 2027 aktiv zu gestalten. Die regionalen Runden Tische sind aufgefordert, gemeinsam mit den beteiligten Akteuren vor Ort tragfähige Lösungen zu entwickeln, um Planungssicherheit für Einrichtungen, Beschäftigte und Familien zu gewährleisten.

Heute Abend wird der Landtag in zweiter Lesung über die Änderungen im KiföG beraten. Wir werden über die weiteren Entwicklungen sowie über konkrete Umsetzungsschritte informieren.