Neue Bertelsmann-Studie beleuchtet Trägerverantwortung für Schutz und Wohlbefinden von Kindern in Kitas

In der Publikation „Trägerverantwortung für Schutz und Wohlbefinden von Kindern in Kitas. Personalentwicklung zentral für gute Qualität“ werden die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage unter Kita-Leitungen ausgewertet.

Die neue Publikation der Bertelsmann-Stiftung untersucht den Einfluss, den die Leistungsträger von Kintertagesförderungseinrichtungen auf die Qualität der Arbeit in ihren Einrichtungen haben. Die Bertelsamnn-Stiftung geht davon aus, dass insbesondere durch die Personalverantwortung, die grundsätzlich nicht bei den Kita-Leitungen, sondern vielmehr beim Träger liegt, Auswirkungen auf die Qualität der pädagogischen Arbeit beobachtet werden können.

Die Bertelsmann-Stiftung hat für ihre Untersuchung über 4.000 Kita-Leitungen aus der gesamten Bundesrepublik befragt. Aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich weniger Kita-Leitungen beteiligt, als es dem Anteil im Bundesvergleich entspricht. Die einzelnen Ergebnisse zu den Einfussfaktoren die dem Träger zugeschrieben werden sind untergliedert in vier Arten von Trägern, nämlich die freien nicht gemeinnützigen, die freien gemeinnützigen Träger sowie die kommunalen Träger und die Elterninitiativen. Eine Unterscheidung nach einzelnen Bundesländern erfolgt nicht.

Im einzelnen werden Situationen wie Personalgewinnung, Einarbeitung und Personalentwicklung genauer betrachtet und unter Berücksichtigung fachwissenschftlicher Studien Zusammenhänge mit der unmittelbaren Arbeit mit den Kindern hergestellt und ausgewertet. 

Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen, dass Träger maßgeblich dafür verantwortlich sind, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Personalauswahl, -einarbeitung und -begleitung systematisch erfolgen und nicht von den jeweiligen Bedingungen oder dem Engagement einzelner Einrichtungen abhängt. Ihr Handeln wirkt mittelbar und unmittelbar auf die pädagogische Praxis. Die Träger haben die Letztverantwortung, wer eingestellt wird, wie Aufgaben verteilt sind, welche Unterstützungsstrukturen vorhanden sind und wie Qualitätsentwicklung institutionell abgesichert ist. Zentrale Ansatzpunkte für die Qualitätsentwicklung konnten in den dargestellten Ergebnissen als Kernaufgaben von Trägerqualität in den Einstellungs- und Einarbeitungsprozessen sowie in der anschließenden fachlichen Begleitung im pädagogischen Alltag identifiziert werden. 

Die vorliegende Studie macht deutlich, wie wichtig die Informiertheit und Involviertheit des Trägers in der Einarbeitung von neuem Personal und darüber hinaus für Begleitung, Förderung, Schutz und Wohl der Kinder ist. Damit verbunden ist ein konsequentes Handeln, wenn die Möglichkeit einer Gefährdung der Kinder besteht.

Die vollständige Publikation der Bertelsmann-Stiftung finden Sie hier.

Die Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung zur Veröffentlichung finden Sie hier.