Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Aktionswoche und macht gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen auf die Bedeutung einer verlässlichen psychosozialen Infrastruktur aufmerksam.
„Menschen brauchen soziale Beziehungen, sichere Lebensbedingungen, Begegnungsräume und die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, betont der Geschäftsführer des Paritätischen MV, Dieter Eichler. „Wohnraum, Arbeit, Bildung und ein verlässliches soziales Netz haben großen Einfluss darauf, wie gut es Menschen psychisch geht.“ Psychische Belastungen könnten jeden treffen, egal wie alt. Gerade deshalb seien niedrigschwellige und wohnortnahe Angebote unverzichtbar. „Es ist wichtig, Menschen in Krisensituationen frühzeitig zu erreichen und zu unterstützen. Gleichzeitig müssen Hilfen auch für Menschen in ländlichen Regionen erreichbar sein.“ Eine bessere Vernetzung von Gesundheitswesen, Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Beratung, Selbsthilfe und sozialen Angeboten sei dafür entscheidend.
In vielfältigen Veranstaltungen, Aktionen und fachlichen Diskussionen beispielsweise in Wismar, im Landkreis Nordwestmecklenburg und Schwerin geht es in der Aktionswoche u.a. um die psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, um Angehörigenarbeit und den Austausch zwischen Menschen mit eigener Krisenerfahrung, Angehörigen und Fachkräften. „Die Veranstaltungen sollen Räume für Begegnung und Austausch schaffen und helfen, Berührungsängste abzubauen sowie psychische Erkrankungen aus der Tabuzone zu holen“, sagt Dieter Eichler. Er betont: „Wir brauchen jedoch dauerhaft tragfähige soziale Strukturen mit präventiven Angeboten, Selbsthilfe und Beratung.“
Der Paritätische MV sieht deshalb Politik und Gesellschaft gemeinsam in der Verantwortung, die psychosoziale Versorgung weiterzuentwickeln. „Politik muss die Rahmenbedingungen für Menschen gestalten und dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, gute Arbeitsbedingungen in Schule und Beruf sowie ein Sozialstaat, der trägt statt ausgrenzt.“ Seelische Gesundheit bedeute auch, dazugehören zu können.
Die Veranstaltungen im Oktober sollen zeigen, wie Begegnung, Teilhabe und fachliche Unterstützung zusammenwirken können und wie wichtig es ist, miteinander statt nebeneinander zu leben. Zu den Veranstaltungsorganisatoren aus den Reihen paritätischer Mitglieder gehören zum Beispiel „Das Boot“ und die KISS aus Wismar sowie aus Schwerin der Verein Freiraum, die Lebenshilfe, der Vielfalter, SOS Kinderdorf, der Kinderschutzbund und die KISS.
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