In der Kinder- und Jugendhilfe, in Bildungseinrichtungen sowie in den gesundheitsbezogenen Diensten in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren fachliche Kompetenzen sowie Verfahren und Organisationsformen entwickelt, um die Rechte von jungen Geflüchteten – insbesondere unbegleitete minderjährigen Flüchtlingen – zu verwirklichen und mit ihnen biographische Perspektiven zu gestalten, die an ihre jeweiligen subjektiven Lebenssituationen anknüpfen, heißt es in dem Zwischenruf.
Gegenwärtig werde allerdings beobachtet, dass die Infrastrukturen für die Inobhutnahme und eine nachhaltige Versorgung, Betreuung und Begleitung gerade von jungen Geflüchteten an vielen Orten in Deutschland nicht so etabliert sind, dass sie krisenfest und flexibel auf die sich immer wieder verändernden Herausforderungen reagieren könnten.
Nachhaltige Infrastrukturen seien bisher nur bedingt aufgebaut worden.
Das Bundesjugendkuratorium plädiert deshalb dafür, ein kooperativ und bundesweit angelegtes "Nachhaltigkeitsforum: Junge Geflüchtete" einzurichten. Das Nachhaltigkeitsforum hat die Aufgabe, innerhalb eines Jahres fachliche, organisationale, strukturelle, finanzielle sowie die Verantwortungsverteilung betreffende Vorschläge für eine Infrastruktur für junge Geflüchtete zu erarbeiten.
Es bedürfe einer dauerhaften Infrastruktur, die zugleich flexibel auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren kann und eng mit bestehenden kommunalen Organisations- und Kooperationsformen der Kinder- und Jugendhilfe sowie den gesundheitsbezogenen Diensten verzahnt sein müsse.
Hier finden Sie den Zwischenruf Bundesjugendkuratoriums.