Was braucht Mecklenburg-Vorpommern für ein gutes und solidarisches Miteinander? Eine verlässliche und starke soziale Infrastruktur.
Gemeinnützige Organisationen leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag dazu: Sie unterstützen Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen, stehen älteren Menschen zur Seite, ermöglichen Menschen mit Behinderungen gesellschaftliche Teilhabe und helfen Familien sowie Menschen in schwierigen Lebenssituationen oder mit besonderem Unterstützungsbedarf.
Damit sichern sie wichtige soziale und gesundheitliche Angebote und übernehmen eine zentrale Aufgabe für das Gemeinwohl und unseren Sozialstaat. Hunderttausende Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind täglich auf diese Angebote angewiesen oder profitieren von ihnen. Ohne die Arbeit der freien sozialen Träger würde in unserem Land vieles nicht funktionieren. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer sozialen und lebenswerten Gesellschaft.
Wir als Paritätischer Wohlfahrtsverband setzen uns dafür ein, dass soziale Organisationen die notwendigen Rahmenbedingungen vorfinden, um gute und wirksame Angebote für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln und umzusetzen.
Dafür braucht es ein partnerschaftliches Zusammenspiel von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Grundlage unserer Zusammenarbeit sind gegenseitiges Vertrauen, Verlässlichkeit und ein gemeinsames Verständnis für die sozialen Herausforderungen unserer Zeit.
Mit Blick auf die Landtagswahl hatten wir drei zentrale Fokusthemen formuliert mit konkreten Forderungen und Lösungsansätzen für eine zukunftsfähige Sozialpolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Mecklenburg-Vorpommern steht vor tiefgreifenden sozialen, demographischen und finanziellen Herausforderungen. Steigende Bedarfe, Fachkräftemangel, knappe öffentliche Haushalte und zunehmende Bürokratie treffen auf eine gesellschaftliche Debatte, in der unser Sozialstaat insgesamt unter Rechtfertigungsdruck steht. Im Mittelpunkt unserer Positionen stehen daher eine strategische Sozialplanung, eine nachhaltige Arbeits- und Fachkräftestrategie sowie der konsequente Abbau bürokratischer Hürden.
Diese zentralen Themen sehen wir als Leitplanken für eine zukunftsfähige Sozialpolitik. Darunter fokussieren wir uns auf ausgewählte Bereiche.
Unsere drei Fokusthemen sind:
1. Strategische Sozialplanung statt sozialpolitischem Blindflug
2. Arbeits- und Fachkräftestrategie als Schlüssel für eine verlässliche soziale Infrastruktur
3. Entbürokratisierung: Mehr Zeit für Menschen, weniger für Formulare
Unser Anspruch für die Menschen in MV: Sozialpolitik muss wirksam, bedarfsgerecht, nachhaltig sowie umsetzbar sein.
Unsere Forderung: Sozialstaat stärken – nicht in Frage stellen
In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und wachsender sozialer Unsicherheit wird der Sozialstaat zunehmend infrage gestellt. Dabei ist ein funktionierender Sozialstaat keine Belastung, sondern die Grundlage für sozialen Zusammenhalt, demokratische Stabilität und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.
Unsere drei Meta-Themen stehen daher für:
- kluge Steuerung statt Kürzungspolitik
- Investitionen in Menschen statt Abbau von Leistungen
- Sicherung der Berufstätigkeit von Eltern, Angehörigen und sorgendem Freundes- und Bekanntenkreis in Zeiten des steigenden Personalbedarfs in allen Bereichen
- Vertrauen und partnerschaftliche Zusammenarbeit statt „Misstrauensbürokratie“
#MVbleibtsozial
Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.