„Wir begrüßen ausdrücklich die angekündigten Wirtschaftshilfen des Landes für gemeinnützige Organisationen. Sie sind allerdings nur eingeschränkt und zum Teil gar nicht für den sozialen Bereich abrufbar“, sagt Friedrich Wilhelm Bluschke, Vorsitzender des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern. „Wir brauchen jetzt schnell Klarheit bei den Finanzhilfen für den sozialen Bereich“, fordert er. „Wenn diese Förderbedingungen nicht greifen, müssen alternative Hilfsmöglichkeiten für Angebote des sozialen Sektors geschaffen werden.“ Viele gemeinnützige Träger, Dienste und Einrichtungen fallen noch immer unter keinen Rettungsschirm und würden in absehbarer Zeit vor der Zahlungsunfähigkeit stehen. Nicht zuletzt breche für viele Hilfebedürftige im Land dadurch nach der Pandemie ein großes Unterstützungssystem weg.
Aus dem Landtag ist zu hören, dass an einem Sozialfonds in Höhe von 20 Millionen Euro gearbeitet wird. Dieser soll diejenigen unterstützen, die bislang keinen Schutz unter dem Rettungsschirm von Bund und Ländern gefunden haben, wie zum Beispiel Jugendherbergen, Schullandheime, Bildungsträger aber auch Mutter-Kind-Kureinrichtungen. „Dies würden wir ausdrücklich begrüßen und halten es aber auch für dringend notwendig“, so Bluschke, „denn die Schwachen unserer Gesellschaft und die, die sich um sie kümmern, dürfen nicht die Verlierer dieser Pandemie sein.“ Offiziell ist über diesen Sozialfonds aber noch nichts bekannt.
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