Das Bündnis – von lokalen Initiativen der Flüchtlingshilfe bis hin zu bundesweiten Organisationen wurde initiiert von PRO ASYL, dem Paritätischen Gesamtverband, Ärzte ohne Grenzen, Brot für die Welt, Diakonie Deutschland und Amnesty International.
Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, werden Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsident*innen während ihrer gemeinsamen Tagung über eine mögliche Auslagerung von Asylverfahren diskutieren. Das Bundesinnenministerium wird einen Sachstandsbericht zu einem Prüfauftrag vorlegen, der bei Bund-Länder-Beratungen im November 2023 beschlossen wurde.
Die Organisationen warnen vor der Auslagerung von Asylverfahren. Bisherige Versuche zeigen, dass sie zu mehr Leid bei den Betroffenen und Menschenrechtsverletzungen führen, nicht funktionieren und extrem teuer sind. Eine zukunftsfähige Gesellschaft braucht Vielfalt, Offenheit und ein konsequentes Einstehen für die Menschenrechte für alle, so das Bündnis.
Menschlichkeit sei sowohl in Deutschland als auch in Europa die Basis unseres Zusammenlebens. Sie zu schützen sei unsere gesellschaftliche Pflicht, heißt es in dem Brief. Aufnahme und Teilhabe funktioniere, wenn alle an einem Strang ziehen und der politische Wille vorhanden sei. Dabei verschließe man vor den derzeitigen Herausforderungen keinesfalls die Augen, sondern begegne ihnen mit konstruktiven, praxisnahen und realistischen Vorschlägen für eine zukunftsfähige Aufnahme.
Den Brief finden Sie hier.
Offener Brief: Menschen schützen statt Asylverfahren auslagern
- Vorheriger Artikel:Vorheriger Artikel: Umfrage: Angebote von Wohlfahrtsverbänden mussten vielfach schon eingeschränkt oder ganz eingestellt werden
- Nächster Artikel:Nächster Artikel: Mitgliederversammlung des Paritätischen MV: Verbandsvorsitzender Bluschke fordert „Gipfeltreffen“ zur Sicherung der sozialen Infrastruktur