Die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMA) fordert konkrete Maßnahmen, um Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der psychischen und psychosozialen Belastungen durch die COVID-19-Pandemie zu unterstützen.
Schulen und Kitas sind neben ihrer Funktion als Bildungsstandort vor allem Orte der Begegnung und der sozialen Kontakte. Als Anker im Leben von Kindern und Jugendlichen geben sie ihnen Halt und Struktur im Alltag. Das Wegbrechen dieser Strukturen hat bei vielen jungen Menschen zu Isolation, Angst und psychischen Belastungen geführt. Teilweise halten sie bis heute an. Schulen und Kitas stellen wichtige Lebenswelten für Gesundheitsförderung und Prävention dar, in denen ein förderndes Umfeld beispielsweise für körperliche Aktivität, soziale Interaktion und die Entwicklung sozialer Kompetenzen, gesunde Ernährung und gesundheitliche Entwicklung geschaffen wird.
Bundesprogramm „Mental Health Coaches“
Ein neues Bundesprogramm „Mental Health Coaches“ (MHC) soll Schulen vom Schuljahr 2023/24 an bei Fragen zur mentalen Gesundheit und bei akuten psychischen Krisen unterstützen. Das Projekt des Bundesjugendministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist Teil des „Zukunftspakets für Gesundheit, Kultur und Bewegung“ und soll unter dem Titel „Mental Health Coaches“ die psychosoziale Verfassung von jungen Menschen an Schulen in den Blick nehmen.
Durch präventive Maßnahmen und Gruppenangebote soll an Schulen (SEK I, SEK II und berufsbildende Schulen) die mentale Gesundheit von Schüler*innen gefördert werden. . Die eingesetzten Fachkräfte sollen eine „Erste-Hilfe-Funktion“ einnehmen und ggf. in lokale Hilfe- und Beratungsstrukturen vermitteln.
Durch die Anbindung an die Struktur der Jugendmigrationsdienste soll das Angebot bundesweit umgesetzt werden.
Weitere Informationen zum Modelprogramm „Mental Health Coaches“ finden Sie in der Pressemeldung des Bundestages.
Hier finden Sie den Abschlussbericht der IMA