„Die Corona-Krise hat den Blick auf die Pflege verändert und mehr als deutlich gemacht, welch wichtige Bedeutung der Pflegeberuf hat“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern e.V., Friedrich Wilhelm Bluschke. „Pflegekräfte waren immer schon eine tragende Säule unseres Gesundheitssystems. Dafür verdienen sie Dank und Anerkennung und zwar nicht nur durch eine einmalige Pflege-Prämie, sondern durch langfristig gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung“, so Bluschke.
Der Verbandsvorsitzende lobt das derzeitige Engagement auf Bundes- und Landesebene, das System der Pflege zu sichern. „Langfristig müssen wir dieses System zukunftsfähig strukturieren und dabei alle Beteiligten im Blick haben: die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen sowie die Pflegekräfte und die Nachwuchsgewinnung. Uns fehlt leider immer noch ein Gesamtkonzept für eine vernünftige Finanzierung dieser Stärkungsmaßnahmen“, so Bluschke.
In Mecklenburg-Vorpommern sind rund 80.000 Menschen pflegebedürftig. Nach Prognosen der Landesregierung steigt die Anzahl der Pflegebedürftigen in den kommenden 15 Jahren auf bis zu 140.000. Seit Jahren fehlen Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege. Vor allem in der vollstationären Pflege bedarf es zusätzlichen Personals zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. „Der bestehende Personalnotsand ist nur dann in den Griff zu kriegen, wenn es gelingt deutlich mehr Pflegekräfte auszubilden“, meint Bluschke. Mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung soll dieses Ziel gefördert werden. „Wir müssen jetzt spürbar in den Nachwuchs investieren und gute und verbindliche Rahmenbedingungen schaffen, die dem Stellenwert von Pflege entsprechen.“
Der Paritätische ist mit seinen Mitgliedsorganisationen im Altenpflegebereich im Land breit aufgestellt: Dazu gehören Pflegeeinrichtungen der voll- und teilstationären Pflege, der ambulanten Pflegedienste, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Betreutes Wohnen.
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