Kampagne gegen geplante Kürzungen im Bereich Freiwilligendienste

Der Entwurf des Bundeshaushaltes sieht im Bereich der Freiwilligendienste von 2024 an massive Kürzungen vor. Mit einer Kampagne wollen die Träger der Freiwilligendienste auf das unverzichtbare Engagement von FSJ, BFD u.a. aufmerksam machen und die Mittelkürzungen abwenden.

Die Mittelkürzungen bedrohen die Freiwilligendienste in ihrem Kern. Im Bundesfreiwilligendienst ist eine Absenkung der Mittel um bundesweit 25 Prozent geplant, in den Jugendfreiwilligendiensten (FSJ, FÖJ und IJFD ) um insgesamt 21 Prozent. 

Noch ist unklar, ob die Kürzungen so verabschiedet werden. Der Paritätische kritisiert die angekündigten Mittelkürzungen und bezeichnet sie als völlig unverständlich angesichts der Diskussionen um einen Pflichtdienst und vor dem Hintergrund der Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht.

Die Bundesregierung riskiere damit, ein erfolgreiches und jahrzehntelang bewährtes Format für Orientierung, Bildung und gesellschaftliches Engagement kaputtzusparen. Viele junge Menschen entscheiden sich nach einem Freiwilligendienst im sozialen Bereich für eine Berufsausbildung in der Sozialbranche. Daher wäre es auch mit Blick auf die Nachwuchsförderung und Fachkräftegewinnung extrem wichtig, den Freiwilligendienst zu unterstützen, statt Kosten einzusparen.

Im sozialen Bereich sind aktuell schon inflationsbedingt gleichbleibende Mittel eine immense Herausforderung (z.B. deutlich steigende Kosten für Personal und Seminarhäuser). Nötig wäre vielmehr ein Aufwuchs der Mittel.

Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit: Kampagne gegen Kürzungen
Der Paritätische versucht gemeinsam mit anderen Verbänden und Trägern von Freiwilligendiensten durch politische Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit, die geplanten Kürzungen in den Freiwilligendiensten wieder rückgängig zu machen.

Bitte um Unterstützung: Laden Sie Bundestagsabgeordnete ein und zeigen, wie wichtig der Freiwilligendienst ist!
Dafür benötigen wir auch die Unterstützung der Einsatzstellen vor Ort. Ziel ist es, über persönliche Kontakte mit den jeweils zuständigen Bundestagsabgeordneten in Ihrem Wahlkreis ins Gespäch zu kommen. Laden Sie die Politiker in Ihre Einsatzstellen ein und kommen vor Ort mit Freiwilligen und Praxisanleiter*innen ins Gespräch. 

Um für die Unterstützung der Freiwilligendienste zu werben und auf die Konsequenzen der drohenden Kürzungen aufmerksam zu machen, hat der Bundes­arbeits­kreis FSJ eine Kampagne entwickelt, die wir unterstützen. Wir werden den Einsatzstellen unserer Mitgliedsorganisationen verschiedene Dokumente zusenden, die sie für ihre Lobbyarbeit vor Ort nutzen können. 

Auch wenn noch nichts entschieden ist, sollten wir gemeinsam alle möglichen Kontakte nutzen und am konkreten Beispiel schildern, wie wichtig Freiwilligendienste sind - für die Gesellschaft und jeden einzelnen, der diesen Freiwilligendienst leistet.

Zur Unterstützung unserer Mitgliedsorganisationen, die Einsatzstelle sind, senden wir Ihnen für Ihre Arbeit vor Ort in den nächsten Tagen ein Informationspaket, welches Sie bei der politischen Arbeit unterstützen soll.

Es besteht aus:

  • Musteranschreiben (Bitte individuell anpassen!)
  • Handreichung "MdB-Besuche, inkl. Hintergrundinformationen"
  • Weitere Aktionsideen

Nutzen Sie diese gerne für Ihre politische Arbeit. Lassen sie uns gemeinsam dafür Sorge tragen, das jede*r Abgeordnete das Wort Freiwilligendienste im Laufe des Sommers gehört und bestenfalls in einer Einsatzstelle erlebt hat, was es für junge Menschen, die Einsatzstelle und die Gesamtgesellschaft bedeutet, einen Freiwilligendienst zu machen.  

Für Fragen wenden Sie sich an unser Referat Freiwilligendienste:

E-Mail: freiwilligendienste@paritaet-mv.de
Telefon: 0385 59 221 14 
oder 0385 59 221 19