Diese Empfehlungen dienen neben bereits vorliegenden Gewaltschutzkonzepten und -maßnahmen und der bestehenden Expertise von professionell Pflegenden dazu, die stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Gewaltschutz zu sensibilisieren. Gleichzeitig dienen sie als fachlich fundierte Orientierung bei der Umsetzung entsprechender Schutzmaßnahmen. „Die Bundeseinheitliche Empfehlungen für die Gestaltung von Prozessen zur Förderung des Gewaltschutzes in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten“ sind auf der Internetseite des Qualitätsausschuss Pflege veröffentlicht.
Die Empfehlungen enthalten unter anderem wertvolle Quellenhinweise zur Erstellung und Implementierung von Gewaltschutzkonzepten für die Pflege, u.a.:
- ZQP-Praxisleitfaden für stationäre Pflegeeinrichtungen zur Entwicklung eines organisationsbezogenen Gewaltschutzkonzepts mit gut aufbereiteten Checklisten für die Verwendung in der Praxis.
- Projekt „PriO-a“: Präventionsprojekt in bundesweit 13 Pflegediensten zur Sicherheitskultur im ambulanten Pflegesetting.
- Arbeits- und Schulungsmaterialien des ZQP mit Postern und Praxisleitfäden - Stärkung der Sicherheitskultur in Pflegeorganisationen.
- PEKo: Gewaltprävention in der Pflege - Programm der Techniker Krankenkasse: „Partizipative Entwicklung eines Konzeptes zur Gewaltprävention (PEKo)“ - Einrichtungen können sich bei der TK bewerben und anschließend an dem Programm teilnehmen. Es handelt sich um einen begleiteten Prozess über mindestens sechs Monate. Die TK finanziert externe Beratung, u. a. werden interne PEKo-Beauftragte qualifiziert.
- Pflege-CIRS – CIRS steht als Kürzel für „Critical Incident Reporting System“. Hier bietet die gemeinnützige Stiftung ZQP ein anonymes, frei zugängliches Berichts- und Lernangebot für die professionelle Langzeitpflege älterer Menschen.
Die Präsentationen, die auf dem Fachtag am 18. Mai gehalten wurden, sollen zeitnah auf der Webseite gs-qsa-pflege.de zur Verfügung gestellt werden.