Auch für Mecklenburg-Vorpommern hatten aktuelle Abfragen der Verbände bereits deutlich gezeigt, dass die Mehrzahl der vollstationären Einrichtungen in ihrer tatsächlichen Auslastung unterhalb der vorgegebenen 98 Prozent liegt. Für 2023 hatten zwei Drittel der teilnehmenden Einrichtungen eine tatsächliche Auslastung unterhalb von 98 Prozent angegeben, bei 45 Prozent lag die tatsächliche Auslastung unterhalb von 95 Prozent. Deshalb setzen sich die Leistungserbringerverbände intensiv dafür ein, dass die kalkulatorische Auslastung für Pflegesatzverhandlungen deutlich flexibilisiert werden muss. Dies scheitert bislang an einer starren Gegenposition.
Mit der aktuellen Abfrage der BAGFW werden durch alle Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege bundesweite Auslastungswerte für 2023 und das erste Halbjahr 2024 erhoben. Gefragt werden auch die Ursachen, die nach Einschätzung der Träger zu einer Auslastung führen, sofern die tatsächliche Auslastung unterhalb der jeweils geltenden kalkulatorischen Auslastung liegt. Die Ergebnisse der Abfrage werden nicht nur bundesweit, sondern auch nach Ländern und nach Verbänden ausgewertet. Der Paritätische wirbt für eine Teilnahme an der Abfrage zur realen Darstellung der aktuellen Situation der Träger.
Die Teilnahme an der Abfrage ist online bis zum 15. August 2024 möglich. Hier geht es direkt zur Abfrage.