„Pflegende übernehmen eine Aufgabe von unschätzbarem Wert. Tagtäglich kümmern sie sich um das Wohl und die Lebensqualität anderer, ob in Krankenhäusern, Pflegeheimen, in Tagespflegen, im ambulanten Dienst oder im privaten Umfeld“, sagt Dieter Eichler, Geschäftsführer des Paritätischen MV. „Sie alle tragen Verantwortung, geben Halt, lindern Leiden und schenken Zuwendung, oft unter schwierigen Bedingungen.“ Die Anerkennung gelte daher nicht nur den beruflich Pflegenden, sondern auch den vielen An- und Zugehörigen, die zu Hause ihre Familienmitglieder pflegen sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich in der Pflege engagieren.
„Ehrenamtliche, die Pflegebedürftigen ihre Zeit schenken, schaffen Vertrauen und Lebensfreude, sei es durch gemeinsame Spaziergänge, Vorlesen oder einfach durchs Zuhören“, so Eichler. In Zeiten knapper Ressourcen und zunehmender Pflegebedarfe werde das bürgerschaftliche Engagement immer wichtiger als zusätzlicher Pfeiler in der Versorgungsstruktur.
In Mecklenburg-Vorpommern ist der demographische Wandel besonders spürbar: Die Bevölkerung wird älter, der Pflegebedarf steigt, während die Zahl beruflich Pflegender nicht im gleichen Maße zunimmt. Mehr als 120.000 Menschen sind laut Statistischem Landesamt in Mecklenburg-Vorpommern pflegebedürftig. Gerade in ländlichen Regionen wird die Herausforderung der Versorgung immer größer. „Der zunehmende Arbeitskräftemangel in der Pflege ist ein riesiges Problem“, sagt Eichler. Wichtig sei neben der Ausbildung von Fach- und Hilfskräften ein solidarisches Miteinander, in dem haupt- und ehrenamtliche Kräfte zusammenwirken.
Trotz aller Herausforderung sei der Pflegeberuf aber nicht nur anspruchsvoll, sondern auch erfüllend. „Pflege ist mehr als ein Beruf, Pflege ist eine Haltung“, so Eichler. Diese Haltung müsse von Politik und Gesellschaft unterstützt und getragen werden – mit gesellschaftlicher und politischer Wertschätzung, die sich in Gesetzgebung, Finanzierung, und guten Arbeitsbedingungen widerspiegelt.
„Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Nur durch gemeinsames Handeln, politischen Willen und bürgerschaftliches Engagement wird es gelingen, die Pflege in Mecklenburg-Vorpommern zukunftsfest zu gestalten.“
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