Weltkindertag: Kinderrechte in Deutschland stärken

Anlässlich des Weltkindertages am 20. September fordert der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern, die Rechte der Kinder stärker in den Blick zu nehmen und die UN-Kinderrechtskonvention umzusetzen.

Kinder benötigen in besonderem Maße Schutz und Förderung. Das zeige die aktuelle Ausnahmesituation aufgrund der Corona Pandemie ganz deutlich: „Das ohnehin bestehende Problem der ungleich verteilten Bildungschancen hat sich noch verschärft“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen, Friedrich Wilhelm Bluschke.  „Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, egal wo es wohnt und welche Sprache es spricht. Um das Recht auf Bildung umzusetzen, müssen die Verantwortlichen die individuelle Situation der Kinder im Blick zu haben und insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern bestmöglich unterstützen.“

Die UN-Kinderrechtskonvention formuliert verbindliche Mindeststandards für den Schutz von Kindern, ihre Förderung und Partizipation. Dazu gehört unter anderem, Kinder in ihrer Vielfalt zu achten, ihnen Schutz vor Gewalt und Ausbeutung zu gewähren und für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Bildung und Ausbildung zu sorgen.

„Chancengerechtigkeit im Sinne der Inklusion ist der Grundpfeiler für die Umsetzung der Kinderrechte“, so Bluschke. Realität in vielen Bereichen in Deutschland sei jedoch, dass viele Kinder von diesen Teilhabechancen immer noch abgeschnitten sind. Das gelte insbesondere für Kinder mit Behinderungen, Kinder die in Armut aufwachsen oder Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. „Diese Ausgrenzung spüren Kinder in der aktuellen Situation einmal mehr. Das muss von der Politik wahrgenommen und behoben werden.“

Deutschland hat sich bereits 1992 zu den besonderen Rechten der Kinder bekannt. „Die Aufnahme der Kinderrechte in unser Grundgesetz soll dazu führen, dem Kindeswohl mehr Gewicht zu verleihen und die Situation von Kindern nachhaltig zu verbessern“, so Bluschke. Kinder seien häufig unsichtbare Leidtragende der Situation. „Kinder sind unsere Zukunft. Wir wollen ihnen eine Stimme geben und unterstützen das Motto des diesjährigen Weltkindertages ‚Kinderrechte schaffen Zukunft‘.“

Der PARITÄTISCHE Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. sind 210 gemeinnützige Organisationen und Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Sie sind in der Kinder,- Jugend- Familien- und Altenhilfe, in der sozialen und psychosozialen Versorgung, in der Behindertenhilfe, der Migrantenhilfe, der Aids-Hilfe, der Drogen- und Suchthilfe, Betreuung und Beratung von Langzeitarbeitslosen, in der Gesundheitsförderung sowie Selbsthilfe und Frei-willigendienste tätig. In den Einrichtungen und Diensten arbeiten ca.17.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese werden von etwa 4.000 Ehrenamtlichen aktiv unterstützt.

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