Der Paritätische begrüßt Ehrenamtskarte in Mecklenburg-Vorpommern

Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Absicht der Landesregierung, so schnell wie möglich eine landesweit gültige Ehrenamtskarte einzuführen. Diese habe sich bereits in etlichen Bundesländern bewährt.

Die Ehrenamtskarte soll nach Aussage des Sozialministeriums beispielswiese Vergünstigungen in staatlichen Museen, Theatern, Schlössern, kommunalen Einrichtungen sowie günstige Tickets im Nahverkehr mit sich bringen und personengebunden gültig sein.

„Ehrenamtliche sind von großer Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Funktionieren des Gemeinwesens“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern e.V., Friedrich Wilhelm Bluschke. „Wer seine freie Zeit für Menschen spendet, damit es ihnen besser geht, der sollte auch Verbesserungen erfahren“, so Bluschke. Die Ehrenamtskarte sei eine schöne Art der Wertschätzung. Sie müsse aber auch praktisch und unbürokratisch sein. 

Unter dem Dach des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich mehr als 5.000 Frauen und Männer ehrenamtlich in allen sozialen Bereichen wie zum Beispiel in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Alten- und Behindertenhilfe oder in der Begleitungen von Geflüchteten. „Vieles, was unsere Wohnorte und unser Miteinander lebenswerter macht, wird durch ehrenamtliches Engagement ermöglicht. Der Einsatz für Menschen gehört zum Kostbarsten, was man anderen geben kann“, so Bluschke. „Ohne das Ehrenamt sind viele Projekte und Aufgaben gar nicht durchführbar.“

Nach gut einjähriger Vorbereitung unter Einbeziehung kommunaler Verbände und der Ehrenamtsstiftung wird das Konzept nun dem Landtag vorgelegt. 2020 soll die Ehrenamtskarte dann unkompliziert auf Antrag der Vereine bei den Landkreisen und kreisfreien Städten erhältlich sein. Auf kommunaler Ebene wurde die Ehrenamtskarte bereits 2011 in Rostock eingeführt, gefolgt von Schwerin, Parchim und Greifswald. Nach Angaben der Sozialministerin sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 600.000 Menschen ab 14 Jahren ehrenamtlich in Sport- und Kulturvereinen, in sozialen Einrichtungen, regionalen Initiativen, in Freiwilligen Feuerwehren, im Katastrophenschutz oder Umweltorganisationen aktiv. Das entspreche mit einem Bevölkerungsanteil von 40 Prozent. Damit belegt Mecklenburg-Vorpommern Platz eins unter den ostdeutschen Bundesländern und den siebenten im gesamtdeutschen Ländervergleich.

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