Paritätischer fordert gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt

Menschen mit Behinderungen sollen genauso selbstbestimmt am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können, wie nicht behinderte Menschen. Das fordert der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai und pocht auf die schnelle Umsetzung eines Bundesteilhabegesetzes.

„Das von der Bundesregierung geplante Bundesteilhabegesetz muss die Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion behinderter Menschen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention in den Mittelpunkt stellen“, sagt Friedrich Wilhelm Bluschke, Vorsitzender des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern e.V. Es müsse die Leistungen für Menschen mit Behinderungen verbessern und dürfe keine Personenkreise ausschließen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist seit 2009 in Deutschland geltendes Recht. Doch von gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderungen seien wir in unserer Gesellschaft noch weit entfernt, so Bluschke. Starre rechtliche Rahmenbedingungen und Vorurteile stünden einem offenen, inklusiven Arbeitsmarkt entgegen. Das Bundesteilhabegesetz müsse die Zustände beenden, die die Menschenrechte verletzen.

Der Paritätische setzt sich aktiv ein für Menschen mit Behinderung. Er ist sowohl Interessenvertretung, als auch Mitgestalter einer inklusiven Gesellschaft. Rund 120 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich landesweit für Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel bei Angeboten zum Wohnen, Arbeiten und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Spezielle Beratungsangebote unterstützen Menschen mit Behinderungen bei der ihnen zustehenden Sozialleistungen.

Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung findet jährlich am 5. Mai statt. Der Aktionstag wurde 1992 von der Interessenvertretung behinderter Menschen Selbstbestimmt Leben Deutschland e.V. (ISL) initiiert mit dem Ziel, die für eine Gleichstellung behinderter Menschen erforderliche rechtliche Grundlage zu schaffen.