Wegweiser Gewaltschutz

Studien belegen, dass das Thema Gewaltschutz Verbesserungspotenziale hat. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Wegweiser Gewaltschutz veröffentlicht, der einen Beitrag zur Gewaltprävention darstellen soll.

Im Jahr 2024 wurden zwei Studien zum Thema Gewaltschutz in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen veröffentlicht. Die Studien zeigten auf, dass das Thema Gewaltschutz noch Verbesserungspotenziale hat. Aufgrund dieser Studien hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Arbeitsgruppe gebildet mit Vertreter*innen aus Politik, Verbänden, Wissenschaft, Praxis und Selbstvertretung. Auch der Paritätische Gesamtverband war in dieser Arbeitsgruppe ein aktives Mitglied. Im Ergebnis ist der Wegweiser Gewaltschutz entstanden, der einen Beitrag zur Gewaltprävention darstellen soll.

Der Wegweiser ist in fünf Handlungsfelder gegliedert:

  • Mindeststandards für Gewaltschutzkonzepte
  • Landesrechtliche Regelungen und Landesrahmenverträge
  • Vernetzung
  • Personal und Ressourcen in Einrichtungen und Diensten
  • Aufklärung und Empowement

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe und dem immer spürbareren Personalmangel, hat der Paritätische im Arbeitskreis auch darauf verwiesen, dass wirksamer Gewaltschutz zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen benötigt. Diese werden bisher aber von der Politik nicht mitgedacht.

Den Wegweiser Gewaltschutz finden Sie hier.