HKP: Aktuelle Informationen zu Corona- Sonderregelungen

Mit dem Fortbestand der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ wegen der Corona-Pandemie wurden bestimmte Sonderregeln des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erneut um drei Monate bis zum 25. November 2021 verlängert. Die HKP-Handlungsempfehlungen des GKV-Spitzenverbandes endeten hingegen zum 30. September 2021.

Der Bundestag hatte Ende August 2021 beschlossen, den Fortbestand der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ wegen der Corona-Pandemie erneut um drei Monate bis zum 25. November 2021 zu verlängern, deshalb gelten bestimmte Sonderregeln des Gemeinsamen Bundesausschusses(G-BA) vom 1. Oktober 2021 auch weiter, darunter befinden sich auch Sonderregelungen zur HKP:

Vorerst befristet bis zum 31. Dezember 2021 gilt:
Ärztinnen und Ärzte können Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege auch nach telefonischer Anamnese ausstellen. Die Verordnung kann postalisch an die Versicherte oder den Versicherten übermittelt werden.

Zudem können Folgeverordnungen für bis zu 14 Tage rückwirkend verordnet werden, wenn aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 eine vorherige Verordnung durch die Vertragsärztin oder den Vertragsarzt zur Sicherung einer Anschlussversorgung nicht möglich war. Auch wird die Begründung der Notwendigkeit bei einer längerfristigen Folgeverordnung ausgesetzt.

Die Frist zur Vorlage von Verordnungen bei der Krankenkasse wurde von 3 Tage auf 10 Tage verlängert.

Solange der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat (derzeit bis zum 25. November 2021) gilt: 
Krankenhausärztinnen und -ärzte können im Rahmen des sogenannten Entlassmanagements nicht nur für eine Dauer von bis zu 7 Tagen, sondern bis zu 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus häusliche Krankenpflege verordnen. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn das zusätzliche Aufsuchen einer Arztpraxis vermieden werden soll.

Die Sonderregeungen finden Sie beim G-BA: https://www.g-ba.de/service/sonderregelungen-corona/#hausliche-krankenpflege-richtlinie

GKV-Spitzenverband verlängert Empfehlungen HKP nicht
Indes hat der GKV-Spitzenverband seine geltenden Empfehlungen HKP nicht über den 30. September 2021 hinaus verlängert.

Die Handlungsempfehlungen betreffen folgende Sachverhalte:

  • Vertraglich vereinbarte Betreuungsschlüssel in ambulanten Intensiv-Wohngruppen
  • Qualifikationsanforderungen an Leistungserbringer im Rahmen der außerklinischen ambulanten Intensivpflege
  • Qualifikationsanforderungen an Leistungserbringer im Rahmen der häuslichen Krankenpflege
  • Personalmindestvorhaltung für bestehende Pflegedienste
  • Unterschrift auf dem Leistungsnachweis
  • Vorlage der Verordnung

Die nicht mehr gültige Empfehlungen finden Sie beim GKV-Spitzenverband.

Der GKV sieht aufgrund der aktuellen Lage keinen Bedarf mehr, die bundesweiten Corona-Empfehlungen zur HKP sowie zur SAPV und zu den stat. Hospizen über den 30. September 2021 hinaus zu verlängern. Seiner Meinung nach ist insbesondere mit Blick auf die Infektionszahlen sowie die Impfquoten derzeit nicht zu erwarten, dass pandemiebedingt gravierende Strukturprobleme durch Erkrankung oder Quarantäne der Mitarbeitenden entstehen könnten, die eine Absenkung der Versorgungsqualität rechtfertigen. Sollte das doch regional mal der Fall sein, bleibt es laut GKV den Vertragspartnern unbenommen, entsprechende Vereinbarungen zu treffen.