Mitgliederversammlung des Paritätischen MV beschließt Änderungen an Satzung und Beitragsordnung

Die Mitgliederversammlung des Paritätischen MV hat am 28. September Änderungen an ihrer Satzung und Beitragsordnung beschlossen. In seiner Rede vor rund 100 Teilnehmenden dankte der Verbandsvorsitzende Bluschke den Mitgliedsorganisationen und dem Team für ihr Engagement in der Corona-Pandemie.

Auf der 30. Mitgliederversammlung des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern am 28. September 2021 in Parchim hat der Verbandsvorsitzende Friedrich Wilhelm Bluschke den Mitgliedsorganisationen für ihr Engagement gedankt und zu Zusammenhalt aufgerufen für eine zukunftsfähige Sozial- und Bildungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern. 

Bluschke: Paritäter als systemrelevante Krisenbewältiger
In seiner Rede vor rund 100 Teilnehmenden aus den Reihen der Mitgliedsorganisationen im neuen Konferenz- und Tagungszentrum Solitär II in Parchim dankte Bluschke den Haupt- und Ehrenamtlichen für ihr Engagement in der Corona-Pandemie. „Unsere gemeinnützigen Strukturen haben sich in den Phasen des Lockdowns als tragfähig und leistungsstark erwiesen und zum Erhalt der sozialen Infrastruktur beigetragen“, lobte Bluschke. Als systemrelevante Krisenbewältiger sind Sie der Pandemie innovativ begegnet, um weiterhin für die Menschen da zu sein - ob in der Kita, der Pflege, der Beratung und in vielen anderen Bereichen, dafür möchte ich Ihnen herzlich danke sagen.“

Politik muss Lehren aus der Pandemie ziehen und Sozialstaat stärken
Die Bedeutung der Wohlfahrt für das Funktionieren des Sozialstaates sei in der Krise einmal mehr deutlich geworden. Dabei waren die Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege nicht nur in die Eindämmung der Infektionen eingebunden, sondern auch massiv von den Folgen der Krise betroffen, finanziell und personell. „Wir erwarten von der Politik, dass sie ihre Lehren aus der Corona-Pandemie zieht und den Sozialstaat stärkt“, forderte Bluschke. Dabei gehe es ganz klar um Fachkräftesicherung, aber auch um die Sicherung des Gemeinwohls und demokratischer Strukturen im großen Ganzen. „Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen in der sozialen Arbeit - für die Hilfedürftigen im Land und die Menschen, die sich in den Einrichtungen der Wohlfahrt für sie einsetzen.“

Probleme im Land gemeinsam lösen an Seite der Politik - gemeinsam für eine zukunftsfähige Sozial- und Bildungspolitik in MV
Eine der vielen Baustellen im Land sei die Sicherung einer flächendeckenden Beratungslandschaft in MV. Für den Erhalt verlässlicher Strukturen setze sich der Verband auf politischer Ebene ein, bekräftigte Bluschke. „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt – mit seinen Bedürfnissen und Bedarfen.“ Gesellschaftlicher Zusammenhalt beruhe in besonderem Maße darauf, dass sich Menschen für andere engagieren. Demokratie lebe vom Engagement der Menschen vor Ort und trage damit ganz praktisch zum politischen und sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft bei. „Mit unseren Erfahrungen und Ideen wollen wir uns einbringen in die politische Diskussion“, so der Verbandsvorsitzende. „Mit Blick auf die Wahl hatten wir unsere Forderungen an eine zukunftsfähige Sozial- und Bildungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern gestellt. Daran halten wir fest und wollen uns als Partner der Politik einbringen mit dem Ziel, eine umfassende Teilhabe Aller zu ermöglichen. Gemeinsam wollen und können wir MV besser machen.“ 

Änderung von Satzung und Beitrags- sowie Wahlordnung zugestimmt
Schwerpunkt der Mitgliederversammlung waren neben den sozialpolitischen Themen und Herausforderungen der kommenden Jahre die Beschlussfassungen zu Änderungen von Satzung und Beitrags- sowie der Wahlordnung. Die Wahlordnung wurde einstimmig beschlossen, die Satzungsänderung und neue Beitragsordnung mehrheitlich angenommen. Im Vorfled der Mitgliederversammlung waren die Änderungen mit den Mitgliedsorganisationen in drei Videokonferenzen diskutiert und beraten worden. 

Vorsitz Schiedsgericht
Die Kandidierenden für den Vorsitz des Schiedsgerichts Isabelle Kaiser und Silke Nagel (Stellvertreterin) wurden einstimmig gewählt.  

Grußworte: Dank an den Paritätischen MV
In Grußworten dankten der Stellvertreter des Landrates des Landkreises Ludwiglust Parchim, Wolfgang Schmülling, sowie der Bürgerbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, dem Paritätischen MV für sein mittlerweile 31-jähriges Engagement. Corona-bedingt war die Mitgliederversammlung im Jahr des 30. Verbandsjubiläums 2020 ausgefallen.