Aktualisierte Förderrichtlinien Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf und Digitalisierung in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen

Die Richtlinien Förderung von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf sowie Förderung von Maßnahmen zur Digitalisierung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen wurden angepasst.

Durch das Digitale-Versorgungs-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) und das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz – GVWG) wurden die Aktualisierungen notwendig.

Das am 1. Januar 2019 in Kraft getretene Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) sah die Förderung von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf sowie von Maßnahmen zur Digitalisierung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen aus Mitteln der sozialen und privaten Pflegeversicherung vor. Durch diese Maßnahmen soll das Pflegepersonal in ambulanten und stationären Einrichtungen unterstützt und entlastet werden. 

Die Richtlinie Förderung der Digitalisierung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen (§ 8 Abs. 8 SGB XI) sieht für die Förderung der Digitalisierung in den Pflegeeinrichtungen in den Jahren 2019 – 2021 einen einmaligen Zuschuss von bis zu 40 Prozent der durch die Pflegeeinrichtung verausgabten Mittel, maximal aber 12 000 Euro je Einrichtung, für digitale und technische Anschaffungen vor. Mit in Kraft treten des Digitale-Versorgungs-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) wurde die Förderung von Maßnahmen zur Digitalisierung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen bis zum Ende des Jahres 2023 verlängert. Die Richtlinie wurden deshalb angepasst. Förderfähig sind einmalige Anschaffungen von digitaler oder technischer Ausrüstung, die als Hauptzweck die Entlastung der beruflich Pflegenden verfolgen.

In der Richtlinie zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf  (§ 8 Abs. 7 SGB XI) ist für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf ein finanzieller Zuschuss von bis zu 50 Prozent der durch die Pflegeeinrichtung für die Maßnahme verausgabten Mittel, begrenzt auf maximal 7.500 Euro p. a., vorgesehen. Dafür stehen in den Jahren 2019 bis 2024 jährlich bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz - GVWG) erfolgt eine Erweiterung der Fördertatbestände. Künftig werden auch die Entwicklung von Konzepten für mitarbeiterorientierte und lebensphasengerechte Arbeitszeitmodelle und zur Rückgewinnung von Pflege- und Betreuungskräften sowie Maßnahmen zu deren betrieblicher Umsetzung gefördert.

Die dazu erlassenen Förderrichtlinien, weitere Unterlagen und die Anträge finden Sie kompakt zusammen gestellt auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbandes: Finanzierungs- und Fördervorhaben - GKV-Spitzenverband.