Antragsverfahren für Neustart-Prämie eröffnet

Mit der sogenannten „Neustart-Prämie“ können Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern ihren Beschäftigten Sonderzahlungen gewähren, wenn diese durch die Corona-Krise zeitweilig in Kurzarbeit waren. Das Land MV erstattet den Arbeitgebern die entsprechenden Sonderzahlungen.

Bei der Neustart-Prämie handelt es sich um ein Förderprogramm des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Förderbedingungen wurden Mitte September veröffentlicht. Anträge können ab dem 15. September 2020 bis spätestens zum 31. Dezember 2020 rückwirkend gestellt werden.

Die Prämien können Unternehmen beantragen, die ihren im Land Beschäftigten Sonderzahlungen gewähren, um die zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Krise abzumildern.

Voraussetzung für die Prämienzahlung ist, dass die Mitarbeiter zwischen dem 01. April 2020 und dem 30. September 2020 in besonderem Umfang von Kurzarbeit betroffen und danach mindestens einen Kalendermonat lang wieder im Unternehmen beschäftigt waren.

Das Unternehmen muss mit der Prämienzahlung in Vorleistung gehen und kann dann einen Antrag bei der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung stellen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern erstattet dem Unternehmen den vorausgezahlten Bonus.

Die Beschäftigten, für die die Leistung seitens der Unternehmen beantragt wird, müssen während der Corona-Pandemie "in besonderem Umfang" von Arbeitsausfall betroffen gewesen sein: Dies liegt vor, wenn die individuelle coronabedingte Kurzarbeit in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Kalendermonaten mindestens 50 Prozent betrug.

Die Höhe der Neustart-Prämie richtet sich nach der Dauer der Kurzarbeit. Für den ersten Kalendermonat mit Kurzarbeit gibt es keinen Zuschuss. Für den zweiten und dritten Kalendermonat mit einer Kurzarbeit von mindestens 50 Prozent beträgt der Zuschuss je 200 Euro, für den vierten, fünften und sechsten Kalendermonat je 100 Euro. Die Förderung kann somit maximal 700 Euro je sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigtem betragen. Die finanzielle Unterstützung ist steuer- und sozialversicherungsfrei.

Für Beschäftigte, die sich über den 30. September 2020 hinaus in Kurzarbeit befinden, kann das Programm nicht angewendet werden. Die Landesregierung hat eine Weiterentwicklung der Neustart-Prämie allerdings bereits angekündigt.

Weitere Informationen und die Antragsunterlagen finden sich auf der Internetseite der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung (GSA).