Drogen- und Suchtbericht 2019

Neben aktuellen Trends und Prävalenzen bei illegalen und legalen Substanzen informiert der Bericht der Bundesregierung über neue gesetzliche Regelungen und Projekte zum Thema.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig: „Der Bericht macht deutlich, wo es noch offene Baustellen gibt und wo wir bereits gute Fortschritte erzielt haben. Gute Entwicklungen sehen wir bei dem Thema Tabak – Rauchen wird langsam wirklich out. Dafür sehen wir, dass der Konsum von E-Zigaretten klar ansteigt, gerade bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diesen Trend gilt es zu stoppen. Ein Grund mehr für ein Tabakaußenwerbeverbot mit allen Dampfprodukten inklusive!“

Bei den illegalen Substanzen bleibt Cannabis nach wie vor die am häufigsten konsumierte Droge. Sowohl bei den Erwachsenen, als auch bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 19 Prozent der Jugendlichen gaben an, in ihrem Leben Cannabis konsumiert zu haben, bei den jungen Erwachsenen (18 bis 25 Jahre) waren dies 42,5 Prozent.

Substanzen wie Heroin, Neue Psychoaktive Stoffe oder Kokain sind dagegen insgesamt weniger konsumiert worden. Dennoch sind opioidhaltige Substanzen, wie beispielsweise Heroin, weiterhin die Hauptursache, weshalb Menschen an Drogen versterben. Die Zahl der Drogentoten ist im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben (2017: 1.272 Personen, 2018: 1.276 Personen)

Die Drogenbeauftragte spricht sich dafür aus, mehr Ärzte für die Behandlung suchtkranker Menschen zu gewinnen und ein flächendeckendes Versorgungsnetz für Substitution zu realisieren. Eine interministerielle Arbeitsgruppe erarbeitet auf Beschluss der Bundesregierung Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern psychisch kranker und suchtkranker Eltern.

Einige Eckpunkte aus dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht sind:

-       Cannabis bleibt bei den illegalen Substanzen die am häufigsten konsumierte Droge

-       die Konsumzahlen bei Heroin, Neuen Psychoaktiven Stoffen oder Kokain sind rückläufig, jedoch ist beispielsweise Heroin die Hauptursache, wenn Menschen an Drogen sterben

-       die Zahl der Drogentoten ist gegenüber dem Vorjahr konstant

-       der Pro-Kopf-Verbrauch von Reinalkohol ist weiter rückläufig, aber im internationalen Vergleich bleibt Deutschland ein Hochkonsumland

-       mehr als drei Millionen Kinder wachsen in Deutschland in suchtbelasteten Familien auf

-       0,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren haben bereits einmal neue psychoaktive Stoffen (NPS) konsumiert.

Der Drogen- und Suchtbericht ist als Download oder Publikation erhältlich.
Hier finden Sie die Pressemitteilung.