Notruf Suchtberatung - stabile Finanzierung jetzt!

Der Paritätische Gesamtverband unterstützt gemeinsam mit 14 weiteren Verbänden den bundesweiten Aufruf "Notruf Suchtberatung - stabile Finanzierung jetzt!". In einer gemeinsamen Aktion machen die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. und Mitgliedsverbände sowie der Fachverband Sucht e.V. auf die teilweise prekäre Finanzsituation der Beratungsstellen vor Ort aufmerksam.

Mehr als eine halbe Million suchtkranke Menschen und deren Angehörige werden jährlich in ca. 1.500 Suchtberatungsstellen erreicht, betreut und in weiterführende Behandlungen vermittelt. Mit ihrer Brückenfunktion zwischen Beratungsstelle und dem Gesundheitssystem trägt die Suchtberatung als kommunale Daseinsvorsorge nachweislich dazu bei, die Verelendung der Klient*innen zu verhindern und so die Folgekosten der Suchterkrankung zu verringern. Dem gegenüber steht eine gravierende Unterfinanzierung dieser Beratungsstellen. Die kommunale Finanzierung der Suchtberatungsstellen, die den größten Anteil der Finanzierung ausmacht, stagniert in den letzten Jahren weitgehend. Suchtberatung kann aus Sicht der unterzeichnenden Verbände aber nur mit einer stabilen, verlässlichen und kostendeckenden Finanzierung gelingen. Der „Notruf Suchtberatung - stabile Finanzierung jetzt!“ wurde u.a. an alle Mitglieder des Bundestages, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Gesundheitsminister*innen der Länder und die kommunalen Spitzenverbände übermittelt. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, hat heute in ihrer Pressemeldung die problematische Finanzierungssituation von Beratungsstellen angesprochen.

Erfolgreiche Suchtberatung gibt es nicht zum Nulltarif! Suchtberatung kann nur mit einer stabilen, verlässlichen und kostendeckenden Finanzierung gelingen! Zeigen Sie suchtkranken Menschen und ihren Angehörigen, dass sie nicht allein sind. Helfen Sie den Einrichtungen dabei, diesen Menschen zu helfen.

Hier finden Sie die gemeinsame Forderungen des Paritätischen Gesamtverbandes und 14 weiterer Verbände.

Von: Gabriele Sauermann, Der Paritätische Gesamtverband