Bundesfamilienministerin möchte Jugendfreiwilligendienste attraktiver gestalten

Im Rahmen der Debatte um die Einführung eines allgemeinen Pflichtdienstes hat Bundesfamilienministerin Giffey Vorschläge zur Stärkung und Weiterentwicklung der Jugendfreiwilligendienste auf Basis der bewährten Formate vorgestellt.

So soll 2019 eine Gesetzesänderung in Kraft treten, damit auch Personen unter 27 Jahren eine Möglichkeit erhalten, einen Freiwilligendienst in Teilzeit zu absolvieren. Dies soll auf Freiwillige zutreffen, die zum Beispiel für eigene Kinder oder Angehörige sorgen oder aus gesundheitlichen Gründen beeinträchtigt sind.

Des Weiteren sollen die finanziellen Rahmenbedingungen verbessert werden: die Freiwilligen sollen einen pauschalen monatlichen Zuschuss für den Erwerb von Zeitfahrkarten des ÖPNV erhalten. Der monatliche Zuschuss an die Einsatzstellen zur Zahlung von Taschengeld und SV-Beiträgen soll erhöht werden.

Die Freiwilligendienste sollen außerdem barrierefreie Inklusion ermöglichen. Dafür soll die Unterstützung von Personen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen durch bestimmte Hilfen und Assistenzen nicht nur rechtlich zuverlässig ermöglicht, sondern auch finanziell dauerhaft abgesichert werden.

Der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Vorschläge der Ministerin. Es ist ein wichtiges Zeichen, das Engagement junger Menschen für diese Gesellschaft durch attraktive Rahmenbedingungen besser als bisher zu honorieren. Mit ihren Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Jugendfreiwilligendienste hat die Ministerin zentrale Forderungen des Paritätischen, u.a. nach einer Verbesserung beim Taschengeld und mehr Flexibilität, aufgegriffen.

Wünschenswert wäre darüber hinaus die Berücksichtigung der älteren Freiwilligen über 27 Jahren in dem Konzept.