Arbeitlosenverband M-V: Schuldnerberatung gemeinsam zukunftsfest machen

In einer Pressemitteilung fordert der Arbeitslosenverband Mecklenburg-Vorpommern als größter Träger von gemeinnützigen Schuldnerberatungsstellen im Land die Landesregierung und den Landtag zu einem Dialog über die Zukunft dieses wichtigen Beratungsangebotes auf.

PRESSEMITTEILUNG des ALV M-V vom 28. September 2017

Der Arbeitslosenverband Mecklenburg-Vorpommern als einer der Mitbegründer und nach wie vor größter Träger von gemeinnützigen Schuldnerberatungsstellen im Land nimmt den diesjährigen Fachtag der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung zum Anlass, um die Landesregierung und den Landtag zu einem Dialog über die Zukunft dieses wichtigen Beratungsangebotes aufzufordern.

„Die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung ist eine öffentliche Aufgabe. Entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip hat die öffentliche Hand diese Aufgabe an die freien Träger der Wohlfahrtspflege übertragen, was sie jedoch nicht von der Sicherstellung entbindet. Durch ein flächendeckendes Netz dieser Fachberatung haben die Hilfesuchenden die Chance, ihre Überschuldungssituation zu regulieren und im besten Falle aufzulösen und somit persönliche wie auch berufliche Probleme zu bewältigen. Die Gläubiger haben die Chance auf eine Teil- oder vollständige Erstattung ihrer erbrachten Leistungen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Kommunen erhalten eine qualifizierte Leistung durch die Träger der Wohlfahrt, bei der neben dem Nutzen für die Schuldner und die Gläubiger allein auf dem Wege eingesparter Verfahrenskosten ein Mehrgewinn entsteht – selbst nach Abzug der kommunalen und der Landesförderung.

Die Beschäftigten wie die Träger leiden aber seit Jahren darunter, dass sie als jährliche Projekte behandelt und nicht auskömmlich gefördert werden. Auch die längst überfällige Umstellung und Anhebung der Sachkostenförderung hat daran nichts geändert. Wenn dieses unerlässliche Hilfeangebot für überschuldete Familien und Einzelpersonen flächendeckend erhalten werden soll, dann müssen alle Beteiligten an einen Tisch. Neben der Finanzierung geht es dann auch um die Frage, wie Fachkräftesicherung in diesem Bereich gemeinsam gelingen kann“, so der Vorsitzende des Arbeitslosenverbandes Böhm.

V.i.S.d.P. Jörg Böhm, Landesvorsitzender, Tel. 0176 – 20 522 612