Mahnwache vorm Landtag: Arbeitlosenverband fordert Unterstützung

Mit einer Mahnwache vor dem Landtag hat der Arbeitslosenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. am Donnerstag auf die schlechte Finanzausstattung der Jobcenter und die daraus resultierenden Kürzungen bei Integrationsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose aufmerksam gemacht.

Der Arbeitslosenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. sichere mit seinen Strukturen seit mehr als 25 Jahren soziale Hilfe- und Beschäftigungsprojekte, um langzeitarbeitslosen Frauen, Männern und Familien sowie Haushalten mit niedrigen Einkommen in Mecklenburg-Vorpommern Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags und bei der Überwindung ihrer Arbeitslosigkeit zu geben, heißt es in der Pressemitteilung des Arbeitslosenverbandes vom 26. April 2018.

Er sei dabei auf die Unterstützung und Förderung durch das Land und den Bund angewiesen. Zusätzlich bringe der ALV zur Sicherung dieser Aufgaben seine eigenen Potenziale ein: das Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, seiner Mitglieder und anderer ehrenamtlich Tätigen sowie die Unterstützung vieler Kommunen und zahlreiche Spenden.

Die Kürzung der Finanzausstattung der Jobcenter in diesem Jahr und daraus resultierende Kürzungen bei Integrationsmaßnahmen führten den Verband an einigen Standorten an die Grenzen des Leistbaren bzw. überschreiten diese.

Mit der Mahnwache und einem Offenen Brief an die Ministerpräsidentin des Landes wolle der Arbeitslosenverband auf die kritische Situation und den Umgang mit dem Engagement seiner Mitglieder, Beschäftigten und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie weiterer Unterstützerinnen und Unterstützer aufmerksam zu machen.

Mit einem Hilferuf hätte sich der Verband bereits am 12. Januar 2018 an die Ministerpräsidentin des Landes und mit einem weiteren Schreiben im April an die Sozialministerin gewandt. Beide Briefe seien bis heute unbeantwortet geblieben. Der  am Montag erstmals tagende Runde Tisch bei der Sozialministerin des Landes hätte  die Probleme der Sozialkaufhäuser, Möbel- und Kleiderbörsen sowie anderer gefährdeter Projekte völlig unberücksichtigt gelassen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Pressemitteilung des ALV und den Offenen Brief an die Ministerpräsidentin finden Sie hier.

Auch der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Protestaktion. Unsere  Pressemitteilung finden Sie hier.